Spanien: EFSF soll Banken unterstützen

Die spanischen Banken leiden unter einer Kredit-Klemme. Sie haben viele schlechte Schulden angehäuft und brauchen Milliarden Euro, um erforderliche Reserven anzuhäufen. Sinkende Immobilienpreise und die Rezession spitzen die Lage zu. Die EU soll Spanien jetzt angeboten haben, den Rettungsschirm zur...

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Die spanischen Banken leiden unter einer Kredit-Klemme. Sie haben viele schlechte Schulden angehäuft und brauchen Milliarden Euro, um erforderliche Reserven anzuhäufen. Sinkende Immobilienpreise und die Rezession spitzen die Lage zu. Die EU soll Spanien jetzt angeboten haben, den Rettungsschirm zur Rekapitalisierung der Banken in Anspruch zu nehmen.

Die geplatzte Immobilienblase hat eine Tiefe Lücke in den Büchern der spanischen Banken hinterlassen. Die Zentralbank Spaniens berichtet, dass beispielsweise im Januar 7,91 Prozent der Kredite, die von den Banken gehalten werden, mindestens drei Monate überfällig sind – das macht etwas mehr als 140 Milliarden Euro aus. Die Rezession im Land und die stetig sinkenden Immobilienpreise verschärfen die Situation der Banken. Das spanische Ministerium für Wirtschaft geht von 52 Milliarden Euro aus, die die spanischen Banken als zusätzliche Reserven benötigen, so die Tageszeitung El Pais. UBS rechnet allerdings mit 100 Milliarden Euro.

Die spanische Regierung hat in den vergangenen Monaten versucht, die Lage der spanischen Banken mit verschiedenen Maßnahmen zu verbessern, doch wie die steigenden schlechten Schulden der Banken zeigen, ist bisher wenig Wirksames erreicht worden. Nun soll EU-Quellen zufolge die EU selbst der spanischen Regierung vorgeschlagen haben, den Rettungsfonds EFSF zur Rekapitalisierung der Banken in Anspruch zu nehmen, berichtet El Pais. Die spanische Regierung selbst kann eine Rekapitalisierung der Banken nicht allein umsetzen, die Kommunen sind mit mehr als 12 Milliarden Euro verschulden und die Regierung selbst kämpft mit dem Defizitziel.

Die Situation am Staatsanleihenmarkt zeigt, dass der Markt derzeit davon ausgeht, dass Spanien das erste Land sein könnte, das nun doch in eine ähnliche Situation wie Griechenland gerät. Die Zinsen für zehnjährige Anleihen steigen trotz Tender, von Beruhigung kann hier keine Rede sein. Und so haben sowohl das spanische Wirtschaftsministerium, der EU-Währungskommissar Olli Rehn als auch der Sprecher der EU Kommission Amadeu Altafaj die Berichte über eine Nutzung des Rettungsschirms für die spanischen Banken zurückgewiesen. Auch der Sie haben höchstwahrscheinlich Angst, durch diese Nachricht die Märkte bei der derzeitigen Stimmungslage noch weiter zu verunsichern.

Doch es wäre nicht das erste Mal, dass die EU Spanien doch noch unter die Arme greift. Immerhin konnte Spanien erreichen, dass das Defizitziel für dieses Jahr noch oben korrigiert wurde. Am Freitag beim Treffen der Eurogruppe, muss Spanien nun einen den Entwurf zum Haushaltsplan vorstellen, um zu zeigen, wie es das neue Defizitziel erreichen will. Möglicher Weise kann Spanien angesichts der Rezession auch noch darüber verhandeln, dass Defizitziel von 2013 ändern zu dürfen  Im Zuge dessen ist nicht auszuschließen, dass auch der Rettungsschirm EFSF zur Rekapitalisiserung der spanischen Banken beim Eurogruppen-Treffen Thema sein wird.

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