Sparprogramm: Leitungswasser statt Mineralwasser bei EU-Gipfeln

Die dänische EU-Ratspräsidentschaft will in diesem Jahr auf die Kosten achten. Weil viele europäische Staaten sparen müssen, haben sich die Dänen auch der Sparsamkeit verschrieben. Manchmal treibt dies seltene Blüten.

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Zum Jahreswechsel hatte Dänemark die EU-Präsidentschaft übernommen. Sie leitet die Treffen der EU damit bereits zum siebten Mal. Doch in diesem Jahr soll sich einiges ändern. Dänemark versprach für die aktuelle EU-Präsidentschaft ein schnörkelloses Konzept, um effektiv Kosten einzusparen. So verkündete Dänemarks EU-Minister Nicolai Wammen in Kopenhagen: „Wir wollen eine effiziente und kompetente Präsidentschaft mit geringen Kosten durchführen“.

Im Klartext heißt das: Dänemark verzichtet auf unnötige Präsente für EU-Granden, möchte bei Dienstreise Disziplin walten lassen und empfiehlt öffentliche Verkehrsmittel.
Auf diese Weise sollen die Gesamtkosten um ein paar Dutzend Millionen Euro gesenkt werden. Zum Vergleich: Die Präsidentschaft in Polen in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres war hingegen höchst verschwenderisch – die Rechnung betrug 115 Milliarden Euro.

Und noch eine Einsparung kündigte Wammen an: Bei EU-Arbeitsessen soll es kein Mineralwasser, sondern nur noch Leitungswasser geben. Seither müssen auch die Journalisten darben, wenn sie von Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt in der Residenz empfangen werden. Zu Kürzungen beim Menü liegen dagegen keine konkreten Pläne vor.

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