Solar-Branche in Deutschland: Das böse Erwachen nach dem Hype

Bei der erneuerbaren Energie zeichnet sich immer deutlicher eine Blasenbildung ab. Das jüngste Opfer ist das einstige Starunternehmen Q-Cells, über das am Dienstag das Insolvenzverfahren eröffnet wird.

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Die Photovoltaikbranche in Deutschland fürchtet ein verheerendes Jahr 2012. Die Photovoltaik-Zulieferer rechnen mit einem Umsatzrückgang von über einem Fünftel. 62 Prozent der Unternehmen rechnen damit, Personal abbauen zu müssen.

Dies ergab eine Befragung des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Die Stimmung in der Sparte Solarenergie hat sich demnach innerhalb weniger Monate deutlich verschlechtert.

Ob es die Branche am Ende des Jahres überhaupt noch in nennenswertem Maß geben wird ist ungewiss. Am Dienstag wird bem Amtsgericht Dessau das Insolvenzverfahren über Q-Cells eröffnet – dem vielleicht populärsten unter den deutschen Solarzellenherstellern. Q-Cells ist nicht das erste Opfer: Mit Solon und Solar Millenium hat es bereits zwei Große erwischt.

Grund für die anhaltend schlechten Aussichten ist das Überangebot, das die Zell- und Modulhersteller geschaffen haben. Die Nachfrage geht auch aufgrund der Reduzierung der staatlichen Förderung der Photovoltaik zurück. Das Beispiel zeigt, wie problematisch die falsche Förderung sein kann. Denn durch den in Deutschland angefachten Boom wurden auch die Konkurrenten der deutschen Hersteller in China gestärkt. Weil Solarzellen keine besondere technische Raffinesse erfordern, haben sich schnell Billig-Anbieter gefunden, die sich schließlich auf dem Weltmarkt durchgesetzt haben.

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