Spanien kürzt Mittel für Beschäftigungspolitik

Jeder zweite Jugendliche in Spanien ist arbeitslos – aber auch die generelle Arbeitslosenquote ist im März erneut gestiegen. Passend dazu legte die spanische Regierung heute den Haushaltsentwurf für 2012 vor: Die Ausgaben für aktive Bekämpfung der Arbeitslosigkeit werden um 21.3 Prozent gesenkt.

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Den achten Monat in Folge ist im März die Arbeitslosigkeit in Spanien gestiegen – um 0,82 Prozent gegenüber dem Vormonat auf 4,75 Millionen. Die höchste Zahl der Erwerbslosen seit deren Aufzeichnung. Zudem ist in Spanien mittlerweile jeder zweite Jugendliche ohne Arbeit. Der neue Haushaltsplan für 2012 wird diese Situation weiter verschärfen.

Das neue Budget sieht vor, 2012 die Ausgaben zur aktiven Beschäftigungspolitik um 21,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu senken. Die spanische Regierung rechtfertigte die Entscheidung mit der Notwendigkeit von Anpassungen, die gemacht werden müssten, um das öffentliche Defizit zu verringern, und einem prognostizierten Rückgang der Gebühreneinnahmen bei der Ausbildung. Die Mittel für die berufliche Weiterbildung werden um 34,3 Prozent reduziert. Aber auch die Ausgaben für Arbeitslosengeld sollen 5,4 Prozent niedriger sein als noch im vergangene Jahr, so El Pais.

Spanien befindet sich derzeit in einer Rezession, die Regierung setzt auf harte Sparmaßnahmen und versucht, das von der EU festgesetzte Defizitziel zu erreichen. In diesem Licht ist auch der neue Haushaltsentwurf zu sehen, der ein Sparpaket in Höhe von 27 Milliarden Euro vorsieht (mehr hier).

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