Schuldenkrise: Europa kürzt drastisch bei Entwicklungshilfe

Die Schuldenkrise nehmen viele europäische Staaten zum Anlass, ihre Hilfe für Entwicklungsländer zu kürzen. Dabei gehen sie drastischer vor, als es sein müsste, sagen Hilfsorganisationen.

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Europa reduziert seine Hilfe für Entwicklungsländer massiv. Die Schuldenkrise in der Eurozone hat dazu geführt, dass die Entwicklungshilfe stark zurück ging. Dies stellte die Organisation für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) nun fest.

Besonders stark fielen die Einsparungen bei den finanziell angeschlagenen Mitgliedsstaaten der OECD aus: Griechenland kürzte seine Ausgaben für die Entwicklungshilfe im vergangenen Jahr um 39 Prozent, Spanien gab ein Drittel weniger für die Entwicklung aus.

Aber auch finanziell besser aufgestellte Staaten wie Österreich (-13 Prozent) sparten bei der Entwicklungshilfe, während die sechs osteuropäischen und ärmeren OECD-Mitglieder ihre Hilfsgelder aufstockten. Unter den reichen und stabilen Ländern erhöhten nur Deutschland, Schweden und Italien ihre Entwicklungsausgaben. Wobei die Mehrausgaben von Italien lediglich auf Schuldenerlässe Schulden und die steigende Zahl von Einwanderern zurückzuführen sind.

„Europas Staaten kürzen ihre Hilfen schneller als ihre Wirtschaften schrumpfen. Wir beobachten, dass in Europa ein Zeitalter der Hilfseinsparungen angebrochen ist, in dem es sich aus der Unterstützung von Millionen von Menschen in den Entwicklungsländern zurückzieht“, sagte Olivier Consolo Direktor des europäischen Verbands der Hilfs- und Entwicklungs-NGOs.

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