Schlechte Auktion: Zinsen für spanische Staatsanleihen steigen wieder

Trotz des Tenders und der beschlossenen Aufstockung des ESM erlebte Spanien am Mittwoch eine äußerst schlechte Auktion. Es gab nicht ausreichend Interessenten und die Zinssätze sind erneut gestiegen. Die Kreditausfallversicherungen zogen ebenfalls an.

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In der Hoffnung, chinesische Investoren nach Italien zu locken, sagte der italienische Premier Mario Monti in Asien die Eurokrise sei vorbei (hier). Doch der Kapitalmarkt signalisiert bei der spanischen Auktion am Mittwoch das genaue Gegenteil. Spanien wollte Anleihen verkaufen, die 2015, 2016 und 2020 auslaufen werden. Dafür musste das Land allerdings höhere Zinssätze in Kauf nehmen als noch bei den letzten Auktionen.

Zudem fanden sich nicht einmal genug Investoren. Es wurden lediglich Anleihen im Wert von 2,59 Milliarden Euro verkauft – geplant waren 3,5 Milliarden Euro. Ähnlich schlecht sieht es am Mittwoch auf dem CDS-Markt aus. Nach der schlechten Auktion stiegen die Kosten für fünfjährige Kreditausfallversicherungen auf das höchste Niveau seit November 2008 (453 Basispunkte).

Die Situation ist insofern bemerkenswert, als das die Zinssätze für spanische Anleihen nun trotz der über eine Billion Euro großen Geldschwemme der EZB Ende vergangenen Jahres und Ende Februar 2012. Außerdem scheint die Aufstockung des ESM, wie ihn die Eurogruppe vergangene Woche beschlossen haben (hier), nicht zu einer Beruhigung des Marktes beigetragen zu haben.

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