Portugal: Banken ziehen Rekordkredite von der EZB

Portugals Banken haben seit 2010 keinen Zugang zu den Finanzmärkten mehr. Umso wichtiger sind die EZB-Kredite für die Finanzinstitute. Doch die aufgenommenen Kredite erreichten im März einen beunruhigenden Höchststand.

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Die Abhängigkeit der portugiesischen Banken von der EZB ist kaum von der Hand zu weisen. Die Banken haben seit 2010 keinen Zugang zu den Finanzmärkten. Nur Dank der günstigen Konditionen der EZB können sie sich noch refinanzieren. Doch im März stieg das Volumen der Kredite, die über verschiedene Kreditfazilitäten der EZB aufgenommen wurden, auf ein Rekordlevel von 56,32 Milliarden Euro. Das ist deutlich mehr als im Februar (47,55 Milliarden Euro) und liegt höher als das einstige Rekordlevel von 49,1 Milliarden Euro im August 2010.

Sieben Zentralbanken des Euroraums erhielten von der EZB im Februar die Genehmigung, dass auch andere Sicherheiten wie Kredite genutzt werden können, um billiges Geld von der EZB zu erhalten. In Portugals Fall beinhaltet dies nun Wohn-Hypotheken und andere unbesicherte Konsumentenkredite, die beispielsweise Vermögenswerte wie Kreditkartenschulden umfassen. So wurde den portugiesischen Banken der Zugang zum EZB-Geld weiter erleichtert.

Neben diesen unterschiedlichen Kreditfazilitäten nutzten die portugiesischen Banken aber auch den 3-Jahres-Tender der EZB vom Februar. Die Banco Espirito Santo SA nahm darüber fünf Milliarden Euro auf, die Banco Comercial Portugues SA sieben Milliarden Euro. Zudem sind von dem 78 Milliarden Euro großen Rettungspaket rund 12 Milliarden Euro zur Stärkung des

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