Nervosität an den Märkten: Italienische Zinsen steigen weiter

Die Unsicherheit der Investoren dominierte auch am Donnerstag wieder den Staatsanleihenmarkt. Bei einer Auktion italienischer Bonds zog die Rendite erneut an. Die Nachfrage gerät indes ins Stocken.

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Nachdem sich die Zinssätze für italienische Staatsanleihen mit einer Laufzeit von einem Jahr bei einer Auktion am Mittwoch verdoppelten (hier), setzte sich der Trend am Donnerstag weiter fort. Die Investoren sind verunsichert, die Geldspritze der EZB scheint bereits aufgebraucht zu sein und die Europäische Zentralbank erwägt bereits wieder den Ankauf von spanischen Anleihen am Sekundärmarkt (hier).

Nichtsdestotrotz versuchte Italien am Donnerstag erneut, seine Schulden mit einer Auktion von Anleihen am Markt zu refinanzieren – mit mäßigem Erfolg. Die Zinssätze für 3-Jahres-Anleihen lagen bei 3,89 Prozent, mehr als 1,1 Prozent über der Rendite vom vergangenen Monat und der höchste Wert seit Mitte Januar. Die Nachfrage hatte indes nachgelassen. Es wurden nur Anleihen im Wert von 2,884 Milliarden Euro verkauft – 3 Milliarden sollten es eigentlich werden.

Darüber hinaus emittierte das italienische Finanzministerium in einer weiteren Auktion Staatsanleihen im Wert von zwei Milliarden Euro mit einer Laufzeit bis 2015 (3,92%), 2020 (5,04%) und 2023 (5,57%).

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