Deutschland: Zahl der Insolvenzen steigt

Im Januar gab es in Deutschland zum ersten Mal seit eineinhalb Jahren wieder einen Anstieg der Firmenpleiten gegenüber dem Vorjahr. Für das Jahr gesamte Jahr 2012 wird mit 32.000 Pleiten gerechnet.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Aktuell
IWF: Lagarde will 500 Milliarden Dollar für Rettung auftreiben

Der Einkaufsmanager-Index für März zeigte bereits einen Abwind in der deutschen Wirtschaft und auch die „unterdurchschnittlich“ Anzahl an Großaufträgen im Februar bestätigt die aktuelle Konjunkturflaute (hier). Die Auswirkungen zeigen sich auch in den Insolvenzen. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte, sind die Firmenpleiten im Januar um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen – einen Anstieg zum Vorjahresmonat gab es zuletzt im August 2010. 2331 Unternehmen meldeten im Januar Insolvenz an. Die meisten Insolvenzen gab es dem Statitischen Bundesamt zufolge in der KFZ-Branche (437), im Baugewerbe (351) und im Gastgewerbe (223).

Der Verband der deutschen Insolvenzverwalter (VID) geht in diesem Jahr von einem leichten Zuwachs der Insolvenzen aus. 2011 gingen die Insolvenzen gegenüber dem dem Vorjahr zurück: Knapp 30.100 Unternehmen Insolvenz hatten angemeldet. Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform rechnet für 2012 mit 32.000 Pleiten. Die Drogerie-Kette Schlecker sowie die Solarhersteller Q-Cells und Phoenix Solar waren 2012 die jüngsten Pleiten deutschlandweit bekannter Unternehmen.

Mehr zum Thema
Angst vor China-Crash: Schwächstes Wachstum seit drei Jahren
Bürgerrechtler fordern Referendum über ESM und Fiskalpakt
Schuldenkrise: Auch in Österreich steigt die Arbeitslosigkeit

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick