Italien: Beamte zweigen EU-Gelder für Villen und Luxusautos ab

Italienische Steuerfahnder ermitteln gegen mehr als 60 Personen. Diese sollen EU-Mittel zur Förderung des Tourismus in Kalabrien veruntreut haben. Sie nutzten diese zur Sanierung ihrer Villen oder für Geschenke an Freunde und Verwandte.

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Eigentlich sollten die zur Verfügung gestellten EU-Mittel zur Wiederbelebung des Tourismus in Kalabrien verwendet werden. Die Infrastruktur sollte verbessert und Hotels bzw. Bed & Breakfast-Unterkünfte saniert und teilweise neu geschaffen werden. Doch italienische Steuerfahnder haben einen besonders eklatanten Fall von Korruption aufgedeckt.

Derzeit wird gegen 63 Personen ermittelt, die fast alle in der Stadt Vibo Valentia, südlich von Neapel, leben. Sie sollen die EU-Mittel genutzt haben, um ihre Villen zu renovieren oder Geschenke in Form von Möbeln oder Fernsehern an Freunde und Verwandte bei Hochzeiten und anderen Gelegenheiten zu verschenken. Die Polizei geht davon aus, dass mindestens 1,3 Millionen Euro der EU-Mittel auf diese Weise veruntreut worden sind. Bankkonten, Autos und Immobilien imWert von mehr als einer Million Euro sind gesperrt und beschlagnahmt worden.

Unter den Verdächtigen sollen sich auch zwei Beamte befinden, die für die Verteilung der EU-Mittel verantwortlich gewesen sein sollen. Kalabrien ist eine Hochburg der Ndrangheta. Mit einem Jahresumsatz von 44 Milliarden Euro gilt sie als mächtigste Mafia-Vereinigungen der Welt.

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