Italien verbessert Handelsbilanz mit Gold-Exporten in die Schweiz

Mario Monti will zeigen, dass seine Reformen greifen. Um das chronische Handelsbilanzdefizit zu verbessern, haben die Italiener in den vergangenen Monaten massiv Gold in die Schweiz exportiert.

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Italien schafft Gold in die Schweiz, um die Handelsbilanz zu verbessern. (Foto: DWN)

Italien schafft Gold in die Schweiz, um die Handelsbilanz zu verbessern. (Foto: DWN)

Italiens Goldexporte in die Schweiz sind in den vergangenen Monaten sprunghaft angestiegen. Im Februar 2012 hat Italien um 35,6 Prozent mehr Gold an die Schweiz verkauft als im Februar 2011. Dies geht aus den Zahlen der italienischen Statistikbehörde Istat hervor. Bei dem Gold handelt es sich nicht um Münzen, sondern um rohes Gold. Im Januar war der Verkauf um 34.6 Prozent angestiegen.

Italien hat im Jahr 2011 etwa 120 Tonnen Gold in die Schweiz exportiert, eine Steigerung von 65% im Vergleich zu 2010.

Damit hat sich das italienische Handelsbilanzdefizit von Januar auf Februar von 4,3 Milliarden Euro auf 1,1 Milliarden Euro verringert.

Beobachter deuten diese Maßnahmen als den Versuch von Premier Monti, eine leistungsstarke italienische Wirtschaft darstellen zu wollen. Seit mehreren Monaten ist Monti im Amt, und er versucht seither, seine technokratische Arbeit als ganz und gar erfolgreich darzustellen. Die günstige Optik des Handelsbilanz soll vor allem Investoren beruhigen und zeigen, dass die Reformen von Monti greifen (was allerdings in Wahrheit nicht der Fall ist – mehr hier).

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