Europa nervös: Regierungen geben auf, Märkte spielen verrückt
In Europa herrscht große Nervosität: Niederlande, Frankreich und Tschechien stehen vor politischen Umbrüchen. Die wirtschaftlichen Rahmendaten sind schlecht. Die Börsen gingen auf Talfahrt. In Brüssel kauen einige schon an den Nägeln.
Die Unsicherheit über den möglichen Kurs des französischen Wahlsiegers Francois Hollande war nur der erste Schock, den Europa an diesem Montag den Märkten bereitete. Danach warf der niederländische Regierungschef Mark Rutte das Handtuch, weil seine Regierung keine Mehrheit mehr hat. Dies werde den Status der Niederlande als „sicherer Hafen“ in Frage stellen, teilte die Commerzbank in einer Notiz mit (auch das Triple A ist in Gefahr– hier). Auch das hohe niederländische Defizit von 4,7 Prozent des BIP bereitet den Analysten Sorgen.
Zu allem Überfluss platzte dann auch noch die Koalition in Prag. Allerdings versicherte Regierungschef Petr Necas, dass die Parteien die Sparprogramme weiter umsetzen wollen.
All diese Nachrichten wurden untermalt von schlechten Wirtschaftsdaten: Italien mit der Unlust der Konsumenten (hier), Spanien in der Rezession (hier) und auch Deutschland mit Schwächen in der Industrie (hier).
Die Märkte reagierten sehr negativ. Überall gab es Kursverluste, kaum ein Wert konnte sich dem Trend widersetzen. Der Dax fiel am Nachmittag um 3,3 Prozent auf den niedrigsten Stand seit Anfang Februar.
In Brüssel registrierte man die Entwicklung mit großer Beunruhigung. Denn die Ereignisse zeigen, wie brüchig die Vereinbarungen sind. In Frankreich hofieren beiden Kandidaten die Wähler von Marine Le Pen. Große europäische Integrationsprojekte sind in den kommenden Monaten kaum durchzusetzen. In den Niederlanden wird erwartet, dass der Euro-Gegner Geert Wilders bei den Neuwahlen beachtlichen Zulauf verzeichnen wird.
Als einzig konstante Größe war in der allgemeinen Verwirrung der Internationale Währungsfonds zu hören: Der IWF forderte die Europäer zu noch entschlosseneren Sparanstrengungen auf. Wäre die Lage nicht so trist, man könnte hier von einem „running gag“ sprechen, der durch keine Entwicklung aus dem Tritt gebracht werden kann.


Das liegt in der Natur der Sache:
Eine zwangsweise aufoktuiert Fiat- Währung, im ENDSTADIUM.
Diese Geld is Schulden- gedeckt, immer etwas mehr an Schulden.
Würden alle Schulden bezahlt, gäbe es kein Geld mehr.
Wer das immer noch nicht weiß: http://www.steuerboykott.org/
Schon sehr hoch auf dem steil steigenden Teil des “Hockeyschläger”- Diagramms, exponentielles Wachstum der Schulden, d. h. sehr viel, zuviel Zinsen. Die können einfach nicht mehr bezahlt werden.
Das ganze konnte klappen, solange es kräftiges Wachstum gab. Aber irgendwann ist auch damit Schluß. Soviel und so schnelles Wachstum kann es gar nicht geben, zumal das sowieso natürliche Grenzen, oder hat jemand eine zweite oder dritte Erde parat, ein Ausweitungsquartier?
Es hilft nichts mehr.
Den Euro endlich beerdigen, tot ist er längst.
Die EU gleich mit zu Grabe tragen.
Die Finanzmafia, sprich “systemische Banken” ( heißen wohl so, damit es niemand versteht) gehören ebenfalls abgewickelt, pleite sind die sowieso auch längst.
Nur so ist Europa noch zuretten.
Konkurrierende nationale Währungen, nationale Verantwortung, statt dessen, und neue Politiker, und eine neue Generation von Journalisten, die diese Berufsbezeichnung auch verdienen.
Wenn hier von Journalisten die Rede ist, sind nicht die Redakteure von DMN und DWN gemeint. Danke an diese und alle, die ähnlich unabhängig arbeiten und offen und neutral berichten.
ja es wäre uns allen zu wünschen dass Le Pen und Wilders die Zügel ein wenig in die Hand nehmen und Nein die beiden sind nicht Rechts sondern National (ein großer Unterschied). Nur weil wir in Deutschland es gewphnt sind in den letzten Jahren verraten und verkauft worden zu sein, müssen dies andere Nationen nicht auch so machen. Wo sind sie den die deutschen Konservativen ? Wann hat zuletzt eine Deutscher Politiker an der gespielten “Macht” etwas FÜR das eigene Volk getan ?
Die deutschen Politiker sind nicht befugt, den Eurotz zu beerdigen, sonst wäre D noch in 1000 Jahren Schuld an allen Problemen, die auf Europa zukommen. Deshalb müssen wir hoffen, dass andere diese Beerdigung für uns erledigen.
Ich stelle mir die Nägel kauenden Brüsseler Bürokraten mit irren Blick in ihrem Saal vor. Ein göttliches Bild. Das sehen wohl viele hunderte der Gestalten ihre Felle schwimmen. Denn wenn der Euro auseinander bricht, werden die Staaten die horrenden Zahlungen an Brüssel drastisch reduzieren müssen.
Um die Gurkenkrümmungs/Traktorsitzneigungswinkel/Glühbirnenverbotserfinder ist es wirklich nicht schade, hoffentlich hat die Personalabteilung genügend Formulare “Betriebsbedingte Kündigung” gebunkert.
Eine Kündigung per Mail muß reichen für die Eurokraten, ist ja bei einigen Banken wohl schon Usus. Dann werden sie für eine Weile auf Hartz4 gesetzt, alle anderen Bürger erhalten höheres Grundeinkommen. Aber DANN kommt neuer Aufschwung, weil ohne Existenzangst massenhaft Kreativität freigesetzt wird.
Hoffentlich ist es bald soweit … *seufz*
Das Konstrukt “EU” wurde auf schwächlenden bis nichtigen Rechtsgrundlagen gebaut, wie auch fehlenden, für alle! wirksamen ökonomischen Basisstrukturen. Denn es geht im Kern darum das Leben an sich weiterzubringen, wie auch die Lebensgrundlagen der Gesellschaft in ihrer existenten Größe zu gewährleisten.