Italiens Staatspräsident: „Entfernt das morsche politische System“

Investoren glauben nicht mehr an Mario Montis Reformen: Die Rendite ist nun auch bei kurzfristigen Anleihen deutlich angestiegen. Nun forderte auch der italienische Präsident die Parteien auf, Reformen nicht länger zu verzögern.

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Nachdem deutlich wurde, dass die von Premierminister Mario Monti viel gepriesene Arbeitsmarktreform die italienische Wirtschaft mehr behindere als erneuere (hier), sinkt das Vertrauen der Märkt weiter. Bei einer Auktion von sechsmonatigen Anleihen im Wert von 8,5 Milliarden sind die Zinssätze deutlich gestiegen. Die Rendite lag bei 1,772 Prozent. Im Januar waren sie mit 1,119 Prozent deutlich niedriger.

Giorgio Napolitana mag verstaubte Bücher, aber keine verstaubten Parteien (Foto: Giorgio Napolitano)

Giorgio Napolitana mag verstaubte Bücher, aber keine verstaubten Parteien (Foto: Giorgio Napolitano)

Doch nicht nur die Investoren, auch der italienische Präsident, Giorgio Napolitano, kritisiert die Parteien des Landes. Zwar solle die Bevölkerung nicht nach „Demagogen rufen“, aber die politischen Kräfte sollten das „Morsche“ in ihren Parteien entfernen und die „dringenden und nicht mehr verzögerbaren Reformen auf den Weg bringen“, sagte er am Mittwoch auf der Piazza del Popolo in Pesaro.

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