Italien: Zinsen für langfristige Bonds klettern auf neue Rekordhöhe

Nach der Herabstufung von Spanien wächst die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung Italiens. Entsprechend erreichten die italienischen Anleihen bei einer Auktion am Freitag ihren höchsten Stand seit drei Monaten – als hätte es den EZB-Tender nie gegeben.

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Der italienische Premier Mario Monti konnte die Investoren mit seinen Reformen nicht überzeugen und nun wächst die Gefahr einer Ansteckung. Die Herabstufung Spanien durch die Ratingagentur Standard & Poor‘s am Donnerstag (hier) beflügelt die Unsicherheit der Finanzmärkte zusätzlich.

Bei einer Auktion von zehnjährigen Anleihen musste Italien wieder gestiegene Zinssätze in Kauf nehmen. Die Rendite stieg von 5,24 Prozent auf 5,84 Prozent. Die Zinssätze für fünfjährige Anleihen zogen ebenfalls von 4,18 Prozent auf 4,86 Prozent an. In einer weiteren Auktion emittierte das italienische Finanzministerium Anleihen mit Laufzeiten bis 2016 (4,29 Prozent) und 2019 (5,21 Prozent). Die vorher veranschlagte Höhe von 6,25 Milliarden Euro für den Verkauf der unterschiedlichen Anleihen wurden jedoch nicht erreicht. Insgesamt kamen 5,95 Milliarden Euro zustande.

Damit erreichten die Zinssätze für langfristige, italienische Anleihen ihren höchsten Wert seit Januar. Dank der EZB-Tenders Ende Februar war die Rendite für italienische Bonds zurückgegangene, doch auch diese Geldschwemme kann nun nicht mehr helfen, den Markt zu stabilisieren.

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