Standard & Poor’s stuft Spanien herab

Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat Spanien um zwei Stufen herabgestuft und verschlechtert so die Fähigkeit des Landes, sich zu rekapitalisieren. Die Märkte reagierten sofort mit steigenden Zinssätzen auf zehnjährige Papiere und einem Verlust des spanischen Aktienindex.

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Zuerst steigen die Zinssätze und nun kommt ein Downgrade für Spanien. Damit wird es für das Land noch schwieriger als schon, sich am Finanzmarkt zu rekapitalisieren. Die Ratingagentur Standard & Poor’s stufte das Land um zwei Stufen von A auf BBB+ herab – mit negativem Ausblick.

Die Agentur begründete ihren Schritt mit dem Verweis, dass sich die Haushaltslage vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Probleme weiter verschlechtern dürfte. Die neuen Arbeitsmarktreformen werden in absehbarer Zeit keine neuen Jobs schaffen. Zudem steige die Wahrscheinlichkeit, dass die Regierung den Banken des Landes weitere Hilfen zukommen lassen müsse. Was zu einer höheren Verschuldung des Landes führen werde.

Eine Sprecherin des spanischen Wirtschaftsministeriums hingegen kritisierte die Entscheidung. Die Ratingagentur habe die angekündigten Reformen nicht ausreichend berücksichtigt: „Sie werden einen großen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage in Spanien haben“.

Die Märkte reagierten prompt auf das Downgrade. Die durchschnittliche Rendite für zehnjährige Anleihen stieg kurzfristig wieder über sechs Prozent. Der spanische IBEX Index ist 1,5 Prozentpunkte gesunken, aber auch der deutsche Dax und der französische Cac verloren 1 Prozent.

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