Spanier wollen Autobahnmaut-Stellen besetzen

In Spanien bahnt sich am 1. Mai ein handfester Konflikt auf den Autobahnen an. Aus Protest gegen die vielen Mautstellen wollen die Spanier die Häuschen besetzen, an denen die Maut kassiert wird. Der Betreiber der Mautstellen hat die Polizei alarmiert.

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Die Aktion erinnert sehr an die Anfänge der Proteste in Griechenland (mehr auf DMN hier): Aktivisten der auf Twitter organisierten Bewegung „join # novullpagar“ wollen am 1. Mai die Autobahn-Mautstellen besetzen. Schon seit einiger Zeit formiert sich die Bewegung und ermuntert die katalonischen Autofahrer, die Bezahlung der Maut zu verweigern. Die Großaktion am 1. Mai soll der Bewegung noch mehr Öffentlichkeit verschaffen. Tausende Menschen sind bereits jetzt dem Aufruf gefolgt. Nun werden die Sympathisanten aufgerufen, sich am 1. Mai um 12 Uhr Ortzeit bei den Mautstellen zu einem gemeinsamen Protest zu versammeln.

Das Betreiber-Unternehmen Abertis hat Sorge, dass es zu größeren Ausschreitungen kommen könnte und hat bereits die spanische Polizei zu Hilfe gerufen. Die Behörden sollen verhindern, dass der Protest stattfinden kann.

Vor einiger Zeit hatte der spanische Innenminister eine Gesetzesvorlage präsentiert, die im Grunde jede Art des Protests kriminalisiert (mehr hier). Am 1. Mai wird dieses umstrittene Gesetz allerdings noch nicht in Kraft sein.

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