Spanier wollen Autobahnmaut-Stellen besetzen

In Spanien bahnt sich am 1. Mai ein handfester Konflikt auf den Autobahnen an. Aus Protest gegen die vielen Mautstellen wollen die Spanier die Häuschen besetzen, an denen die Maut kassiert wird. Der Betreiber der Mautstellen hat die Polizei alarmiert.

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Die Aktion erinnert sehr an die Anfänge der Proteste in Griechenland (mehr auf DMN hier): Aktivisten der auf Twitter organisierten Bewegung “join # novullpagar” wollen am 1. Mai die Autobahn-Mautstellen besetzen. Schon seit einiger Zeit formiert sich die Bewegung und ermuntert die katalonischen Autofahrer, die Bezahlung der Maut zu verweigern. Die Großaktion am 1. Mai soll der Bewegung noch mehr Öffentlichkeit verschaffen. Tausende Menschen sind bereits jetzt dem Aufruf gefolgt. Nun werden die Sympathisanten aufgerufen, sich am 1. Mai um 12 Uhr Ortzeit bei den Mautstellen zu einem gemeinsamen Protest zu versammeln.

Das Betreiber-Unternehmen Abertis hat Sorge, dass es zu größeren Ausschreitungen kommen könnte und hat bereits die spanische Polizei zu Hilfe gerufen. Die Behörden sollen verhindern, dass der Protest stattfinden kann.

Vor einiger Zeit hatte der spanische Innenminister eine Gesetzesvorlage präsentiert, die im Grunde jede Art des Protests kriminalisiert (mehr hier). Am 1. Mai wird dieses umstrittene Gesetz allerdings noch nicht in Kraft sein.

Kommentare

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  1. Selbstdenker sagt:

    Und was könnten wir (der deutsche Michel) am 1. Mai besetzen?
    1. die Biergärten
    2. die Parkbänke
    3. die Freibäder
    4. die Plätze bei der Autogrammstunde der “DSDS”-Gewinner
    5. unseren Liegestuhl im Schrebergarten

    Na, da sage doch noch einer, wir hätten keine Wahlmöglichkeit für unsere Zukunft.

    • bernie sagt:

      das schlimme ist,die meisten hier zu Lande, werden erst wach werden,wenn es zu spät ist

      siehe Griechenland,Spanien usw

    • J. C., geb. Püschl sagt:

      Entwurf zum Tag der Arbeit:

      Wir könnten uns am 1. Mai darauf einstimmen, demnächst in Mannheim das riesige freiwerdende, exterritoriale (gegenüber den BRD-Verwaltungsorganen) US-Militärgelände zu besetzen und ein neues Deutsches Reich auszurufen!

      Das amerikanische Dorf in der Stadt dort ist jetzt noch besetzter, rechtmässiger Reichsboden und gehört somit alsbald wieder den Reichsdeutschen, die diesen nach Abzug der Besatzer sich in logischer Konsequenz wiederaneignen dürfen (Reappropriation).

      Sofern es genügend Reichsdeutsche gibt und diese sich dort zusammenfinden, kann´s losgehen … :)

      Gaudiamus igitur!

      • Mieljö sagt:

        Vielleicht ist unser geschätzter Kommentator “alter Lateiner” gerade
        wieder ” im Tann” ( wie er neulich einmal mitteilte) .
        Um sich an der Natur zu erfreuen , über falsches Latein der Zeitge -
        nossen und/oder den Lauf der Welt nachzudenken ? Wer weiß .
        Ich hoffe , er nimmt es mir nicht übel, wenn ich ihm “zuvorkomme” und
        korrigiere : Es heißt nicht “gaudiamus igitur” , sondern gaudeamus
        igitur !
        Die Idee mit der Besetzung des Militärgeländes durch “Reichsdeutsche”
        würde ich mir doch noch ‘ mal überlegen. Vielleicht reicht auch schon ein
        Kasten Bier mit oder ohne Grillwürstchen zum 1. Mai.
        Mein derzeitiger Urlaub auf Usedom – an der signifikant !!! näher ge -
        rückten ehemaligen östlichen “Reichsgrenze” hat mich sehr nachdenk-
        lich gemacht.

        • alter Lateiner sagt:

          @ Mieljö

          Natürlich habe ich nichts dagegen!

          Leider bin ich nicht in meinem geschätzten Tann, sondern ich bin auf Einladung von “alten” Freunden in Spanien — in den nächsten Tagen werden wir alle zusammen nach Barcelona “pilgern”, um unseren Unmut lautstark Gehör zu verschaffen … es gibt heutzutage gar vieles, gegen das man sein kann. Dies ist aber der “falsche” Weg — nicht gegen etwas soll man sein, sondern FÜR etwas MUSS man sein …

          Eines vorweg: Ich bin regelrecht geschockt über den Zustand dieses stolzen Spaniens (sowohl Land als auch Leute — die Krise hat mittlerweile auch die ehemals gut Situierten voll in der Breitseite erwischt).

          Liebe Leute: Ihr müsst nun endlich handeln; organisiert Euch — es sind wahrlich genug Kommentare geschrieben worden! Der Hut brennt lichterloh …

          Schöne Grüsse nach Mitteleuropa — und speziell nach Usedom!

          der alte Lateiner

          PS: Verba docent, exempla trahunt.
          (Worte lehren, Beispiele reißen mit)

          • mieljö sagt:

            Salve magister!
            Vielen Dank für die “noticias ” aus Spanien , die auch für uns
            nichts Gutes erwarten lassen.

            Vor etwa 3o Jahren las ich das “Buch über die Dummheit” –
            verfasst von einem angelsächsischen Psychiater.
            Er unterschied 4 Grade von Dummheit:
            1. Fahrlässig Fehler machen ,
            2. Fehler trotz vorheriger richtiger Erkennnis oder Warnung
            machen,
            3. Einen Fehler ein zweites Mal machen
            4. Immer wieder den – (die -) selben Fehler machen – den
            “verortete ” er insbesondere bei “Promis” . die sich immer
            wieder neu verheiraten.

            Bertrand Russel prägte den Spruch:
            “”Der Jammer mit der Menschheit ist, dass die Narren so
            selbstsicher sind und die Gescheiten so voller Zweifel.”

            Die aktuelle Wirtschaftskrise ( wie alle zuvor)
            läßt sich hinsichtlich der spekulativen Vorhaben und der
            systemimmanenten Beschleuniger weitgehend im obigen
            Sinne erklären, leider aber nicht “heilen”.

            Vor über 4o Jahren bot mir Manolo (Bauernsohn aus Ga-
            lizien , hier “Gastarbeiter” ) nicht nur eine spanische Konver
            sationsmöglichkeit , sondern auch Einblicke in die spani -
            sche Mentalität.
            Ich lernte die Bedeutung von “el gordo” ( der millionen -
            schwere Riesengewinn der spanischen Weihnachtslotterie)
            kennen , aber auch die des regelmäßigen samstäglichen
            Dominospiels (gegen Geld) im spanischen “centro” , natür-
            lich ohne die Frauen , in der Hoffnung zu gewinnen , sich
            ein wenig zu euphorisieren , sich ein bißchen ” m’as rico-
            que nunca” ( reicher denn je) zu fühlen und bewundert zu
            werden – der Traum vom Reichwerden .

            Manolo meinte bei seinem letzten Besuch vo 4 Jahren:
            “Die Spanier sind total verrückt . kaufen 2 – 3 apartamentos ,
            alles mit credito , alles Betrug !
            Manolo lebt zufrieden mit zwei holländischen und einer deut-
            schen Rente und den Mieteinkünften aus einem Appartement
            in Alicante . Ab und zu geht er noch mit seinen 77 Jahren
            in die Kneipe Domino spielen “mas rico que nunca” .

            Kommen Sie heil von der Demo zurück! Zu Francos Zeiten
            gab es schon für weniger “Knüppel aus dem Sack” -
            “auf die Rübe” , wie ich damals beobachten mußte.

        • J. C., geb. Püschl sagt:

          Ave, Mieljö!

          Danke für die Korrektur!
          Wie alt wir auch werden, jung bleiben, gell?
          Prosit (möge es nützen, das Nachdenken meine ich)!

          • mieljö sagt:

            Danke für das Prosit!
            Ich denke, im Zusammenhang mit der Klammer habe ich es
            gut verstanden.
            Lediglich nachdenken statt vorauszudenken und vorzusor-
            gen , genügt nicht.
            Stichwort “Gorbatschow” !
            Ebenfalls “Prosit” – im klassischen Sinne :
            Nicht den ganzen Kasten trinken !

  2. Pegasus sagt:

    Entzieht dem System die Substanz, euer Geld ! (Kein Geld mehr auf den Konten eurer Bank )

    Wenn ich es könnte würde ich alle Sozialleistung für jederman ( Hartz 4 , Kindergeld, Wohngeld etc. ) per SOFORT einstellen, sorry zwar mit einem weinenden Auge aber auch mit einem lachenden ( fast allen ist doch nur noch durch Sozialleistungen möglich den Monat zu überstehen aber nicht mehr durch Arbeit ). Denn ” Satt gegessen “geht nicht auf die Straße, das sollte jedem bewusst sein. Kein Strom, kein Fersehen, Console usw. und Hunger, nur dann würden die Menschen erkennen, warum es nötig ist auf die Straßen zu gehen. Wenn man dann noch bedenkt das auf 10 Arbeitslose nur 1 freier Arbeitsplatz kommt dann wird auch dem letzten klar werden, dass der Weg auf die Strasse mehr als überfällig ist.

    Mfg. Pegasus

    • Fred Feuerstein sagt:

      zu Pegasus:

      In deinem 1. Satz beschreibst du genau die einzige Methode, die ohne Blutvergießen zu 100 % erfolgreich ist und das System zum Einsturz bringt. Das haben schon viele Fachleute erwähnt. Also auf, am Montag zur Bank, um das Geld abzuholen !

      Ein Ökonom hat errechnet, dass, wenn bereits jeder zweite Deutsche, 50.- € abholt, das System zum Einsturz bringen würden.