EU förderte Bau eines Fitness-Centers für Hunde in Ungarn

Die EU hat ein Fitness Center für Hunde in Ungarn gefördert. Ziel war es, den Lebensstandard der Hunde zu verbessern. Das Zentrum wurde allerdings nie gebaut. Nach öffentlichen Protesten haben die Betreiber die Fördermittel wieder zurückgegeben.

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Die EU unterstützte den Bau eine Fitness-Centers für Hunde in Ungarn. Im Februar 2009 erhielt die ungarische IT-Firma Gyrotech Commercial and Supplier Ltd für den Bau einer solchen Einrichtung 411.000 Euro aus dem Fonds für regionale Entwicklung. Die Anlage sollte den Förderunterlagen zufolge „den Lebensstandard für Hunde verbessern“. In dem Zentrum hätte ein spezielles Wassertraining für Hunde angeboten werden sollen. Das Projekt wurde allerdings tatsächlich nie umgesetzt. Dies berichtet die Denkfabrik OpenEurope.

Neben den 411.000 Euro aus dem EU-Fonds für regionale Entwicklung soll eine weitere halbe Million Euro aus anderen Quellen in das Projekt geflossen sein. Das Geld wurde in den Bau von Büroräumen investiert, die jedoch unbenutzt blieben. Das eigentlich geförderte Projekt, das Fitness-Center, wurde hingegen nie umgesetzt. Dennoch bekam die verantwortliche IT-Firma zwei Monate nach der ersten Unterstützung ein zweites Mal Geld von der EU: Diesmal handelte es sich um 13.000 Euro für die Entwicklung eines Systems für Internetshops.

Die EU bestreitet zwar, die fragwürdigen Pläne der IT-Firma gefördert zu haben, OpenEurope widerspricht allerdings: Die EU hätte das Geld sehr wohl ausbezahlt und eine Rückzahlung erst in die Wege geleitet, nachdem OpenEurope den Fall öffentlich gemacht hatte.


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