Portugal: Zinssätze für kurzfristige Anleihen steigen wieder

Trotz der guten Noten für die Haushaltsdisziplin Portugals legten bei der heutigen Auktion von kurzfristigen Anleihen die Zinssätze wieder zu. Die Nähe zu Spanien und die Rezession in Portugal sind dabei ausschlaggebend.

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Erst Spanien, dann Italien und nun wieder Portugal. In den vergangenen Wochen waren die Renditen für portugiesische Anleihen gefallen, doch die Auktion am Mittwoch zeigt, dass die Skepsis wieder zurückgekehrt ist. Die Zinssätze für 12-monatige Anleihen im Wert von einer Milliarde Euro stiegen von 3,652 Prozent Ende März auf 3,908 Prozent. Bei den portugiesischen Staatsanleihen mit einer Laufzeit von nur sechs Monaten zog die Rendite auf 2,935 Prozent an – Anfang April waren es noch 2,9 Prozent.

Portugal befindet sich derzeit, auch aufgrund der verordneten Sparmaßnahmen, in einer Rezession. In den ersten drei Monaten diesen Jahres stieg die Zahl der Insolvenzen um 50 Prozent (hier). Und auch der Premierminister Pedro Passos Coelho schloss Mitte April ein weiteres Rettungspaket für Portugal nicht gänzlich aus, sollten Umstände eintreten, die außerhalb der Kontrolle der Regierung liegen (mehr dazu hier).

In diesem Zusammenhang ist sicher auch die aktuelle Situation Spaniens zu sehen. Das Nachbarland wird als nächstes Land angesehen, das ein Rettungspaket in Anspruch nehmen werde – nicht zuletzt aufgrund des maroden Bankensystems des Landes. Die Nähe zu Portugal treibt die Bedenken, dass sich die Situation dann auch in Portugal verschlechtern werde.

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