Griechenland: Zinssätze für kurzfristige Bonds steigen

Nur zwei Tage nach der Wahl emittierte Griechenland kurzfristige Anleihen. Angesichts einer fehlenden, stabilen Regierung nach den Wahlen sind die Kreditkosten für das Land gestiegen. Die Anleger sind äußerst skeptisch hinsichtlich der Zukunft des Landes.

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Es ist vielleicht nicht gerade der günstigste Zeitpunkt für Griechenland, Staatsanleihen auszugeben. Erst am Montagabend hatte Nea Dimokratia Chef Samaras mitgeteilt, dass es ihm nicht gelungen ist, sich mit möglichen Koalitionspartnern zu einigen (hier). Nun versucht Alexis Tsipras von der radikalen Linken sein Glück. Scheitert er ebenfalls wird eine Neuwahl im Juni immer wahrscheinlicher. Schafft er es entgegen aller Vermutungen tatsächlich, wird sich die Troika auf neue Verhandlungen einstellen müssen. Alexis Tsirpras hatte bei der Wahl mit dem Austritt Griechenlands aus dem Euro geworben.

Bei der heutigen Auktion von sechsmonatigen Anleihen sind dementsprechend die Zinssätze gestiegen. Griechenland veräußerte Anleihen in Höhe von 1,3 Milliarden Euro zu einer Rendite von 4,69 Prozent. Bei einer früheren Auktion dieser Art lagen die Zinssätze bei 4,55 Prozent. Die gestiegene Rendite zeigt die große Verunsicherung der Anleger bezüglich der Zukunft des Landes. Dass die Zinssätze nicht deutlich höher ausgefallen sind, ist wohl dem Umstand geschuldet, dass es sich tatsächlich um eine sehr kurze Laufzeit handelt. Das Geld kann Griechenland zumindest gut gebrauchen, da bereits am Freitag eine frühere Auktion ausläuft, die es zu refinanzieren gilt.

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