Griechenland: Chancen für eine Pro-EU-Koalition steigen

Die Demokratische Linke hat sich im Grunde bereiterklärt, mit den Konservativen und der PASOK in eine Regierung zu gehen, die den Verbleib Griechenlands in der Eurozone sicherstellt. Damit steigen die Chancen, dass die nächste Hilfstranche nach Griechenland fließt.

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Neuwahlen in Griechenland sind für die gemäßigten Parteien Gift. Neueste Umfragen zeigen: Mit 25 Prozent der Stimmen wäre die Syriza-Partei die stärkste Kraft. Daher werden vor allem die großen Parteien versuchen, auf Teufel komm raus eine Koalition zu zimmern – es wird eine Koaliton sein, die die Troika Vorgaben erfüllt und weitere 11 Milliarden Einsparungen durchsetzt.

Seit Antonis Samaras von der Nea Demokratia am Anfang dieser Woche sein Mandat zur Regierungsbildung abgeholt hatte, schienen in Griechenland alle Zeichen auf Neuwahlen zu stehen. Nach Antonis Samaras scheiterte auch der Syriza-Chef Alexis Tsipras an den Koalitionsgesprächen. Allerdings stellte dieser nicht erfüllbare Anforderungen an die beiden etablierten Parteien, die dem Sparpaket zugestimmt hatten (mehr hier). Nun hat Pasok-Chef Evangelos Venizelos den Auftrag, eine Regierung zu bilden. Und genau das harsche Vorgehen Tsipras könnte nun die Möglichkeit einer Regierungsbildung für Evangelos Venizelos erhöhen (hier): Die Parteien fürchten Neuwahlen, weil dann die Syriza noch erfolgreicher wäre.

Die kleine linksgerichtete Partei Demokratische Linke scheint sich von Alexis Tsipras zu distanzieren. Bisher beharrte die Partei darauf, dass Tsipras Syriza in jedem Falle an einer Koalitionsregierung beteiligt werden müsse. Nun könnte es sein, dass der alte Fuchs Venizelos den Linken ein Angebot gemacht haben könnte, das diese nicht ablehnen können. Vordergründig schieben die Linken den Schwarzen Peter Tsipras zu: „Die Haltung der Syriza-Führung riskiere, das Land in Richtung Neuwahlen zu ziehen“, kritisierte Fotis Kouvelis, der Chef der Demokratischen Linken, am Donnerstag Alexis Tsipras. „Ihr Beharren auf den Verzicht des Darlehensvertrages wird zum Bankrott und einem Bruch mit der Eurozone führen“.

Die Gespräche zwischen Evangelos Venizelos und Fotis Kouvelis seien ein gutes Omen gewesen (Foto: Flickr/Pasok)

Die Gespräche zwischen Evangelos Venizelos und Fotis Kouvelis seien ein gutes Omen gewesen (Foto: Flickr/Pasok)

Diese Äußerung könnte bedeuten, dass die Demokratische Linke nun doch zu einem Deal mit Evangelos Venizelos bereit wäre. „Nach der Aussage der Demokratischen Linken könnten wir eine realistische Chance für einen Durchbruch bei der Bildung einer Regierung haben“, äußerte sich ein PASOK-Beamter. Evangelos Venizelos sprach davon, dass das Treffen mit Fotis Kouvelis ein gutes Omen war. Die Pasok-Partei erhielt bei den Wahlen 41 Sitze und die Nea Demokratia 108. Mit den 19 Sitzen der Demokratischen Linken könnten die notwendigen 151 Sitze gut erreicht werden.

 

Kommentare

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  1. export sagt:

    Das kann doch nicht Wahrsein!!!!!I
    Da kann man doch nur zum BEWAFFNETEN Wiederstand aufrufen!!!!!!
    Immer wieder die alten Verbrecher – sind die in Brüssel noch zu retten`???????
    Da hoffe ich von ganzen Herzen – das das griechische Volk zum Bürgerkrieg aufsteht und dieses verkommene Stück Scheiße hinrichtet(nach rumänischen Vorbild)
    Die Griechen wollten dieses Subjekt nicht – und die Verbrecher aus Brüssel und aus Deutschland(Stasimerkel,Schäuble unsw.,unsw.)hieven dieses fette Schwein wieder in die Regierung.Das kann doch nur ein(ALB)Traum sein.

    • Beobachter sagt:

      @ export:

      Es ist für uns alle hier in diesem Forum nachvollziehbar, daß Sie Ihrem Ärger “Luft” verschaffen (wollen).

      Mit einer gemäßigteren Wortwahl allerdings würden Sie bestimmt ebenso
      Gehör finden.
      Alles Andere kann auch schaden ( auch der Qualität dieses Forums )!

      Und DAS will doch sicherlich niemand !!!
      Bitte auch daran denken.

  2. anne sagt:

    Der Alte Grieche hängt halt auch am Trog von Brüssel, die wollen nur Kohle sehen, was dann wieder in schwarzen Kanälen verschwindet, das sie schnell wieder nach neuem schreien können. Gibst Du den kleinen Finger, nehm die die ganze Hand !

    Liebe Griechen, erhebt Euch, das kann doch nicht Euer Wille gewesen sein, als ihr gewählt habt, alles beim Alten !
    Machst sie nieder diese Drecksbande !

    • dparvus sagt:

      Ohne nachzudenken:

      Hundertmal hat man gesagt: Griechenland kriegt kein Geld mehr.
      Hundertmal ist dann passiert: Die griechischen Banken (!) haben wieder Geld bekommen.

      Das Spiel soll so fortgesetzt werden, bis Deutschland pleite ist.

      Griechenland ist nur beispielhaft genannt, da kommen dann noch Fast alle anderen Euro- Länder, z. B. die PIIGS,und Frankreich UND…

      Noch Fragen?

  3. Karin Jürgens sagt:

    Geld regiert die Welt – 19 Leute zu schmieren dürfte nicht allzu schwer gewesen sein.

    • bauagent sagt:

      Sie haben wohl des Pudels Kern getroffen.

      Hier geht es nur um Posten und parlamentarische Sicherheit derer, die seit 4 Jahrzehnten das Land ausplündern.

      Andererseits muss man auch konstatieren, dass die griechische Presse durchaus kritisch mit der derzeitigen Situation umgegangen ist, wenn gleich sie die schmutzigen Wahrheiten auch nicht nennt.

      Es ist also schwer zu verstehen, dass in einem Land, in dem nahezu jeder weiß, dass die etablierten Pasok und ND Parlamentarier allesamt nur einen Buchungssatz kennen ” Kasse an Tasche ” trotzdem immerhin mit einem Drittel gewählt werden.

      In einem Land wo Mütter ihre Kinder in Heimen abgeben, die vom unteren Mittelstand finanziert werden und auf Einnahmen auch noch EU-Tribute abgeben müssen, ist das schon eine kaum vorstellbare Situation.

  4. Zeitzeuge sagt:

    Es lebe die Korruption!

  5. Holger sagt:

    tut mir leid, aber dies war bereits absehbar als er sich vor wenigen Wochen als Finanzminister verabschiedete um sich ganz auf die Parteiführung zu konzentrieren. Dies war im Vorfeld so gewollt und jeder der innerhalb dieser unser bekannten Welt noch an Zufälle glaubt, gerade beim Geschachere um Posten, der ist entweder Blöd, Naiv, beides zusammen oder ein Insider.

  6. eli sagt:

    War von vornherein ausgeschnapst. Hat das keiner durchschaut?