Englische Buchmacher stoppen Wetten gegen Griechenland

Die englischen Buchmacher erlebten diese Woche einen Ansturm von Wettbegeisterten: Jedermann setzt auf den Austritt Griechenlands aus dem Euro und will mit der an Gewissheit grenzenden Wahrscheinlichkeit Kasse machen. Weil aber eine Wette ohne Risiko kein Geschäft für die Händler ist, stoppten sie nun die Annahme von Wetten gegen Athen.

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In Großbritannien kann man keine Wetten mehr auf ein Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro abschließen. Die größten britischen Buchmacher William Hill und Ladbrokes Plc haben die Wetten gestoppt. Besonders das Scheitern der verschiedenen griechischen Parteiführer in der vergangenen Woche, bei dem Versuch, eine Koalition zu bilden, erhöhte die Wahrscheinlichkeit eines Austritts des Landes.

„Wir hatten Griechenland für einige Zeit als heißen Favouriten, aber es wurde nach und nach das einzige, worauf die Menschen wetten wollten“, sagte ein Sprecher von William Hill der Nachrichtenagentur Reuters. Für das größte britische Wettunternehmen ist es nun zu riskant, die Wette weiter laufen zu lassen. Die Quote der Wette wurde auf ein Viertel gedrückt. „Es war keine gesunde Situation für Buchmacher, es war praktisch unmöglich, eine Buchung zu machen“.

Neben William Hill hat auch das zweitgrößte, britische Wettunternehmen Ladbrokes die Wetten auf einen Austritts Griechenlands aus dem Euro bis zum Ende des Jahres gestoppt. „Es ist sicherer für uns, die Wetten zu beenden, als sie weiter zu halten, es verringerte unsere Chancen“, erklärte ein Sprecher von Labrokes.

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