Bankenkrise treibt Zinsen für spanische Staatsanleihen

Trotz neuem Rettungsplan für die spanischen Banken ist bei den Investoren alles andere als Zuversicht auf der Tagesordnung. Die Ratingagentur Fitch stufte die marode Bankia am Montag herab. Bei der heutigen Auktion sind die Zinssätze für spanische Anleihen weiter gestiegen.

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Erst am Freitag stellte die spanische Regierung ihren neuen Plan für die nationalen Banken vor. Doch angesichts der zusätzlichen Rücklagen, die die Banken nun bilden müssen (mehr hier), rechnen Investoren eher mit weiteren Schwierigkeiten für die Finanzinstitute (mehr hier). Zwar verfügt der Rettungsfonds über 15 Milliarden Euro, von dem Banken Kredite aufnehmen können, Ökonomen rechnen indes damit, dass der Rettungsfonds mindestens 50 Milliarden Euro vorhalten müsste. Die Ratingagentur Fitch stufte die Kreditwürdigkeit des Finanzinstituts Bankia, dessen teilweise Verstaatlichung bereits vorbereitet wird, von BB- auf C herab.

Wie wenig Vertrauen die Investoren in die Zukunft des spanischen Bankensystems haben, zeigte sich auch bei der heutigen Auktion von spanischen Staatsanleihen. Die Zinssätze für 12-monatige Bonds kletterten von 2,623 auf 2,985 Prozent und für 18-monatige Anleihen von 3,11 auf 3,3 Prozent. Insgesamt konnte Spanien Anleihen im Wert von 2,9 Milliarden Euro emittieren.

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