Ansteckung in Zypern: Zweitgrößte Bank bittet um Staatshilfe

Das Engagement der zypriotischen Banken in Griechenland war sehr stark, nun zeigen sich die ersten dramatischen Folgen des Schuldenschnitts. Die zweitgrößte Bank Zyperns verhandelt mit der Regierung über staatliche Hilfe. Auch, um die Eigenkapitalquote erfüllen zu können.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Eine der größten Befürchtungen in der Eurokrise ist die Ansteckungsgefahr der Länder untereinander. Das war auch einer der Hauptgründe, Griechenland bis jetzt weiter mit Rettungspaketen zu unterstützen. In Spanien ist das Bankensystem aufgrund von faulen Krediten so angeschlagen, dass auch nach der Ankündigung eines Rettungsplans für die Finanzinstitute die Zinssätze weiter steigen (mehr hier). Verliert Spanien weiter deutlich an Wachstum, verschlechtert sich auch die Situation in Portugal (hier) zusehends und die Investoren halten eine Ansteckung Italiens nicht mehr für unwahrscheinlich (wie die Rendite der italienischen Bonds zeigt – hier).

Nachdem das spanische Finanzinstitut Bankia nun teilweise verstaatlicht werden soll, hat die Krise auch Zyperns Banken in Schwierigkeiten gebracht. Die zweitgrößte Bank Zyperns, die Popular Bank, hat angegeben, in Verhandlungen mit der Regierung über eine mögliche staatliche Finanzierung zu sein. Sehr schwer wiegt bei der Popular Bank das Engagement in Griechenland. Der Schuldenschnitt hat die Bank hart getroffen und das Finanzinstitut muss geschätzte 1,5 Milliarden Euro zusätzlich als Kapitalpuffer aufbringen, um den Vorgaben der europäischen Aufsichtsbehörden zu entsprechen. Nach dem Schuldenschnitt verbuchte die Bank Verluste in Höhe von 3,6 Milliarden Euro.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick