Ansteckung in Zypern: Zweitgrößte Bank bittet um Staatshilfe

Das Engagement der zypriotischen Banken in Griechenland war sehr stark, nun zeigen sich die ersten dramatischen Folgen des Schuldenschnitts. Die zweitgrößte Bank Zyperns verhandelt mit der Regierung über staatliche Hilfe. Auch, um die Eigenkapitalquote erfüllen zu können.

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Eine der größten Befürchtungen in der Eurokrise ist die Ansteckungsgefahr der Länder untereinander. Das war auch einer der Hauptgründe, Griechenland bis jetzt weiter mit Rettungspaketen zu unterstützen. In Spanien ist das Bankensystem aufgrund von faulen Krediten so angeschlagen, dass auch nach der Ankündigung eines Rettungsplans für die Finanzinstitute die Zinssätze weiter steigen (mehr hier). Verliert Spanien weiter deutlich an Wachstum, verschlechtert sich auch die Situation in Portugal (hier) zusehends und die Investoren halten eine Ansteckung Italiens nicht mehr für unwahrscheinlich (wie die Rendite der italienischen Bonds zeigt – hier).

Nachdem das spanische Finanzinstitut Bankia nun teilweise verstaatlicht werden soll, hat die Krise auch Zyperns Banken in Schwierigkeiten gebracht. Die zweitgrößte Bank Zyperns, die Popular Bank, hat angegeben, in Verhandlungen mit der Regierung über eine mögliche staatliche Finanzierung zu sein. Sehr schwer wiegt bei der Popular Bank das Engagement in Griechenland. Der Schuldenschnitt hat die Bank hart getroffen und das Finanzinstitut muss geschätzte 1,5 Milliarden Euro zusätzlich als Kapitalpuffer aufbringen, um den Vorgaben der europäischen Aufsichtsbehörden zu entsprechen. Nach dem Schuldenschnitt verbuchte die Bank Verluste in Höhe von 3,6 Milliarden Euro.

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