Bankia-Verstaatlichung kostet Kleinanleger 2 Milliarden Euro

Anleger der spanischen Bankia sind mit der Verstaatlichung um zwei Milliarden Euro gebracht worden. Der ehemalige Wirtschaftsminister Rodrigo Rato wird für die katastrophale Pleite verantwortlich gemacht, weil er damals den Börsengang der Bankia veranlasst hatte.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Durch die Verstaatlichung des spanischen Geldinstituts Bankia haben private Anleger zwei Milliarden Euro verloren. Die Aktien des Unternehmens hatten innerhalb eines Jahres die Hälfte ihres Werts verloren: Der Kurs der Bankia-Anteile war gleich nach dem Börsengang im Jahr 2011 von 3,75 Euro auf vier Euro gestiegen. Nach der Verstaatlichung ist die Aktie nun gerade noch 1,86 Euro wert.

Der Großteil der 347.000 Aktieninhaber der Bankia sind private Kleinanleger, weil große Finanzinstitutionen das Risiko einer Beteiligung an der Bank richtig eingeschätzt hatten und sich nicht am Börsengang beteiligten.

Der spanische Bankenverband kritisiert den Börsengang der nunmehr verstaatlichten Bank als verantwortungsloses Geschäft. Die Bankia hätte die hohen Risiken des Unternehmens weder richtig erhoben noch mitgeteilt, heißt es. Die Entscheidung des damaligen Chefs der Bankia, Rodrigo Rato, mit dem Unternehmen an die Börse zu gehen, sei „katastrophal“ gewesen, schreibt der Bankenverband in einem Statement. Rato ist ein ehemaliger Wirtschaftsminister Spaniens. Von 2004 bis 2007 war er sogar geschäftsführender Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF).

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick