Griechenland: Schattenwirtschaft boomt in der Krise

Die Schattenwirtschaft in Griechenland ist nach wie vor stark ausgeprägt. Offizielle Zahlen zeigen, dass die Steuerhinterziehung einen Schaden von über 200 Millionen Euro anrichtet. Im vergangenen Jahr wurden außerdem an die 500 Millionen Euro an Schmiergeldern bezahlt.

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Offiziellen Schätzungen zufolge erreicht die Schattenwirtschaft in Griechenland aktuell Ausmaße von 65 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr hat sich dieser Betrag verdoppelt. Dies liegt einerseits daran, dass erstmals auch die Steuerhinterziehung in der Statistik berücksichtigt wurde. Auf der anderen Seite boomen in der Krise illegale Geschäfte, Steuerhinterziehung und Korruption.

Alleine im ersten Quartal dieses Jahres deckten die Behörden Steuerhinterziehung im Wert von 50 Millionen Euro auf. Insgesamt dürften dem Staat Steuereinnahmen von über 200 Millionen Euro entgehen. Durch Geldwäsche werden jährlich ungefähr 223 Millionen Euro an Schwarzgeld in den Wirtschaftskreislauf gebracht.

Die griechische Abteilung von Transparency International schätzt, dass im vergangenen Jahr etwa 500 Millionen Euro an Schmier- und Bestechungsgeldern geflossen sind. In diesem Bereich ist eine leichte Verbesserung zu beobachten: Im Jahr 2010 waren es knapp 80 Million Euro mehr gewesen.

Im öffentlichen Sektor ist korruption nach wie vor stärker verbreitet als in der Privatwirtschaft. Der anfälligste Bereich für Korruption ist Transparency International zufolge das Gesundheitswesen.

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