Hollande: EU muss spanische Banken retten

Der französische Präsident Francois Hollande will eine Rettung der spanischen Banken durch den Rettungsfonds in Betracht. Es bräuchte „europäische Solidarität“, um den spanischen Bankensektor zu stabilisieren.

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Die Lage der spanischen Banken war auch beim G8-Gipfel im Camp David Thema. Die Banken haben einen hohen Rekapitalisierungsbedarf – der wirkliche Umfang ist allerdings noch nicht geklärt (eine neue Fusion steht mittlerweile auch wieder zur Diskussion – hier). Zu diesem Zwecke will die spanische Regierung nun zwei unabhängige Prüfer ins Land holen, um den Banken in die Bücher zu schauen (mehr hier). Doch allem Anschein nach werden dadurch noch weitere Schwachstellen im spanischen Bankensektor zu Tage treten. Diese Befürchtung teilt auch der neue französische Präsident.

In Washington schloss nun Francois Hollande als erster europäischer Regierender die Rettung der spanischen Banken durch die europäischen Rettungsfonds. „Es wird wahrscheinlich notwendig sein, eine Rekapitalisiserung durchzuführen“, so der französische Präsident. „und es wird sehr wahrscheinlich notwendig sein, dass diese Rekapitalisierung über die Mechanismen der europäischen Solidarität geschehen wird.“

Die spanische Regierung wird angesichts der neuen, deutlich höheren Defizitzahlen nicht in der Lage sein, die nationalen Banken entsprechend zu stützen. Auch wenn die Regierung offiziell immer davon spricht, dass der nationale Rettungsfonds genügend Hilfe bereit stellen kann (hier).

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