Südeuropäer drängen weiter auf Eurobonds

Francois Hollande wird beim EU-Gipfel am Mittwoch die Einführung von Eurobonds vorschlagen. Damit stärkt er die Gruppe der südlichen Euroländer, die schon länger gemeinschaftliche Anleihen fordern. Für Deutschland könnte es schwer werden, Eurobonds weiterhin zu verhindern.

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Beim EU Gipfel am Mittwoch soll beraten werden, wie das Wirtschaftswachstum in Europa angekurbelt werden kann. Die südeuropäischen Länder werden dabei weiter auf Eurobonds drängen, die es ihnen ermöglichen würden, unter der Garantie sämtlicher Eurostaaten, Geld auf dem Kapitalmarkt aufzunehmen.

Mit Francois Hollande haben die Verfechter von Eurobonds einen neuen Verbündeten. Nach dem G-8 Gipfel in den USA sagte Hollande, er werde am Mittwoch vorschlagen, Eurobonds einzuführen. Hollande wird nicht der einzige sein, der sich für gemeinschaftliche Anleihen einsetzen wird. Sein Vorgänger Nicolas Sarkozy hatte – ähnlich wie die deutsche Bundeskanzlerin – Eurobonds abgelehnt. Nun hat sich das Machtverhältnis zugunsten der Befürworter von Eurobonds verschoben.

Bisher forderten vor allem der Präsident der EU-Kommission, José Manuel Barroso und der italienische Premierminister, Mario Monti, Eurobonds. Nun haben sie einen weiteren wichtigen Verbündeten für diese Idee gefunden.

Deutschland lehnt Eurobonds nach wie vor ab. Solange die grundlegenden Probleme der Eurozone nicht gelöst seien, würden sie äußerst negative Nebeneffekte haben, sagte der stellvertretende deutsche Finanzminister Steffen Kampeter in einem Interview mit dem Deutschlandradio: „Wir haben immer gesagt, wir brauchen Stabilität in den eurpäischen Finanzen und das ist der Fiskalpakt“, sagte er.

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