Krise verschärft: IWF fordert Großbritannien zum Geld-Drucken auf

Um den schlechten wirtschaftlichen Aussichten für Großbritannien entgegenzuwirken, solle die Bank of England die Zinsen senken und Geld drucken, fordert der IWF. Auch Steuersenkungen und die Förderung von Infrastrukturprojekten kämen als Wachstumsmaßnahme in Betracht.

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Von „verlorenen Jahren“ spricht der IWF in seiner Warnung an die britische Regierung. Die britische Wirtschaft habe sich nicht wie erhofft erholt und es bestünden erhebliche Risiken, dass sich die Stagnation fortsetzen werde. Aus diesem Grund sei eine “weitere Lockerung der Geldpolitik“ erforderlich und eine Senkung des Leitzins, mahnte IWF-Chefin Christine Lagarde. „Die Spannungen im Euroraum treffen Großbritannien auf verschiedenen Kanälen“, so Christine Lagarde. „Das Wachstum ist zu langsam und die Arbeitslosigkeit, einschließlich der Jugendarbeitslosigkeit, ist zu hoch.“

Um die Wirtschaft zu unterstützen, sollen die niedrigen Fremdkapitalkosten genutzt werden, um Investitionen des privaten Sektors zu stärken. Aber auch staatliche Garantien bei der Kreditaufnahme des privaten Sektors, der Kauf von Hypothekenschulden der Banken und langfristige Kredite an Banken, im Sinne des EZB-Tenders, sollten in Betracht gezogen werden.

Zwar solle die Fiskalpolitik nicht gänzlich über Bord geworfen werden, aber eine Verlangsamung der Konsolidierung wäre angebracht. So könnten beispielsweise die Kürzungen bei den Ausgaben für die Infrastruktur verringert, die Steuern gesenkt und anstelle dessen Löhne im öffentlichen Sektor gekürzt werden. Sicher ist auch diese Politik mit Risiken verbunden, sagte Christine Lagarde, aber „diese Risiken müssen gegen das Risiko von verlorenen Jahren des Wachstums aufgewogen werden“.

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