Downgrade: Bankenkrise erfasst skandinavische Banken

Die Ratingagentur Moody’s hat die drei größten nordischen Banken herabgestuft. Zwei schwedische und eine norwegische Bank sind betroffen. Grund dafür sind die Belastung durch die Ausbreitung der Eurokrise und die Abhängigkeit von den Finanzmärkten.

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Nun hat es auch die vermeintlich sicheren Häfen im Norden Europas getroffen. Die Ratingagentur Moody’s stufte am Freitag die Kreditwürdigkeit von den drei größten Banken der Region herab. Die schwedische Nordea und die Handelsbanken wurden um eine Stufe auf Aa3 herabgestuft und die norwegische DnB ebenfalls um eine Stufe auf a1/C.

Grund hierfür seien unter anderem die starke Abhängigkeit von den Finanzmärkten, die Ausbreitung der Schuldenkrise und die harte Konkurrenz für Privatkredite. Aber auch das große Engagement gegenüber krisenanfälligen Unternehmen der Immobilienbranche und der Schifffahrt sei ausschlaggebend gewesen.

„Wir stimmen den Gründen der Ratingagentur nicht zu, vor allem denjenigen über unsere Finanzmärkte“, sagte Thomas Midteide, Sprecher größten norwegischen Bank DnB. „Wir glauben, wir haben einen guten Zugang zu allen Märkten in Europa, den USA, Japan und Australien“. Schwedens Finanzminister Anders Borg sagte, dass Bankensystem des Landes sei gesund, aber die Banken sollten das Signal von Moody’s beherzigen.

Im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Banken haben die nordischen Banken eines der höchsten Levels hinsichtlich der Kapitalrücklagen. Trotz des Downgrades zählen die Nordea und die Handelsbanken noch immer zu den stabilsten westeuropäischen Banken.

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