Flucht aus dem Euro: Fonds stoßen Währungsbestände im großen Stil ab

Institutionelle Anleger erwarten eine deutliche Verschärfung der Euro-Krise. Sie haben in den vergangenen Tagen begonnen, ihre Euro-Bestände abzustoßen.

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Die großen europäischen Fondsverwalter haben begonnen, ihre Euro-Bestände zu verkaufen. Amundi und Threatneedle bestätigten, dass sie den Euro für kein gutes Investment mehr halten, weil sie einen weiteren Wertverfall erwarten. Am Donnerstag war der Euro auf ein neues Rekord-Tief von 1,2514 US-Dollar gesunken.

Auch der amerikanische Fonds Merk ist skeptisch über die Entwicklung. Axel Merk sagte der FT: „Wir haben unseren letzten Euro am 15. Mai verkauft. Wir sind besorgt darüber, wie ungeordnet der Prozess abläuft. In Griechenland gibt es niemanden mehr, mit dem man verhandeln kann.“

Ein Sprecher von Amundi sagte, dass man mit einer Ansteckung in Spanien und Italien rechne. Die Politik habe die Investoren nicht überzeugen können, dass es eine ausreichende Brandmauer gebe.

Ein Analyst von Citigroup meinte, dass man mit einem Gleichstand von Euro und Dollar rechne.

Richard Batty von Standard Life Investments sagte: „Die Krise scheint sich zuzuspitzen. Daher ist der Euro unter Druck geraten.“

Einige Fonds haben ihre Euro-Bestände in Dollars umgeschichtet. Die einhelligen Reaktionen zeigen, dass die Anleger damit rechnen, dass ein Austritt Griechenlands aus dem Euro nicht beherrschbar sei. Sie erwarten, dass sich die Folgen auch auf andere Staaten ausweiten werden. Die offenkundige Unentschlossenheit der EU-Führer, die auch beim jüngsten Gipfel zu Tage trat, wirkt abschreckend auf jene, die das Vermögen anderer verwalten. Vor allem die großen Pensionsfonds scheinen besonders nervös zu sein, was die weitere Entwicklung der Euro-Krise betrifft.

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