EU-Präsident Schulz: Griechisches Sparprogramm soll verschoben werden

Der Präsident des Europaparlaments hält es für denkbar, dass Griechenland mehr Zeit für seine Reformen bekommt. Die Kosten würden für Europa würden damit steigen. Schulz will, dass bisherige Vereinbarungen „gewürdigt“ werden.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Nachdem sich der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, kürzlich auf eine Fact Finding-Mission persönlich nach Athen begeben hatte (hier), will er nun den Griechen mehr Zeit geben, um die vereinbarten Sparauflagen zu erfüllen. Es sei denkbar, dass Griechenland eine längere Frist für die Reformen und Einsparungen genehmigt wird, sagte er.

Politik sei immer auch ein dynamischer Prozess. Die bereits getroffenen Vereinbarungen zwischen Griechenland und der Troika sollten gewürdigt werden, sagte Schulz in einem Interview mit dem Tagesspiegel.

Eine Verzögerung der Sparmaßnahmen würde die europäischen Institutionen allerdings auch erheblich mehr kosten. Dennoch wollen immer weniger Akteure die vereinbarten Maßnahmen zeitgerecht umsetzen. Nun fordert auch die konservative Partei Nea Demokratia den Aufschub von Sparmaßnahmen im Wert von 11 Milliarden Euro (mehr hier).

*** Bestellen Sie den täglichen Newsletter der Deutschen Wirtschafts Nachrichten: Die wichtigsten aktuellen News und die exklusiven Stories bereits am frühen Morgen. Verschaffen Sie sich einen Informations-Vorsprung. Anmeldung zum Gratis-Newsletter hier. ***


media-fastclick media-fastclick