Französische Banken übernehmen Haftung für deutsche Leasing-Schulden

Französische Banken haben zu viele Staatsanleihen gekauft. Weil diese in der Eurokrise an Sicherheit verloren haben, suchen die Banken nun neue Wege, sich zu finanzieren: Sie wollen deutschen Autokäufern mehr Leasingverträge anbieten.

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Weil in der Eurokrise auch Staatsanleihen zu riskanten Investitionen wurden, müssen die französischen Großbanken nun ihr Geschäft grundlegend umbauen. Im vergangenen Jahr reduzierten die vier größten Banken Frankreichs, Société Générale, BNP Paribas, Credit Agricole und Natixis ihre Anlagen in Frankreich um elf Prozent und in den anderen europäischen Ländern um sieben Prozent.

Sie schränkten auch ihre Tätigkeit auf anderen internationalen Märkten erheblich ein. Als Ersatz für Schrottpapiere und gefährliche Staatsanleihen sollen nun verhältnismäßig sichere Assets aufgebaut werden. Unter anderem soll dies mit der Sicherung von Leasingverträgen für deutsche Autos geschehen.

Alleine die Société Générale hat die Haftung für Leasingverträge deutscher Autohersteller im Wert von 700 Millionen Euro übernommen. Diese Positionen sollen die Refinanzierung der Bank sicherer gestalten. Denn deutsche Schulden gelten nach wie vor als besonders sichere Anlage.

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