Italien gerät unter Druck: Zinsen für Staatsanliehen über 6 Prozent

Italien muss inzwischen wieder mehr als sechs Prozent Zinsen bieten, um auf dem Kapitalmarkt zehnjährige Staatsanleihen ausgeben zu können. Der Trend zeigt wieder in Richtung der sieben Prozent, die schon Silvio Berlusconi stürzen ließen.

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Für Italien wird es wieder teurer, seine Staatsschulden zu finanzieren. Die Zinsen für italienische Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren steigen seit Mitte März fast ununterbrochen an. Nun muss Italien bereits 6,03 Prozent Zinsen zahlen, um Schulden auf dem Kapitalmarkt aufnehmen zu können.

Erst Anfang dieses Jahres waren die Zinsen für zehnjährige Anleihen wieder unter einen Wert von sechs Prozent gefallen. Im vergangenen November – kurz vor dem Scheitern der Regierung unter Silvio Berlusconi – war der Zinssatz für italienische Staatsanleihen zwischenzeitlich sogar auf über sieben Prozent geklettert.

Dieses kritische Niveau, das über einen längeren Zeitraum zur praktischen Zahlungsunfähigkeit führen würde, ist zwar noch entfernt, der Trend lässt aber einen weiteren Anstieg vermuten, sollte es Italien nicht gelingen, das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen.

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