Referendum: Niedrige Wahlbeteiligung in Irland

Mehr als drei Millionen Iren können heute ihre Stimme für oder gegen den Fiskalpakt abgegeben. Doch bis in den späten Mittag hinein war die Wahlbeteiligung in Irland äußerst niedrig. Freitagnachmittag kann mit ersten Ergebnissen gerechnet werden.

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Viele Wochen haben die Befürworter und Gegner einen Kampf um die Gunst der irischen Wähler ausgetragen. Während die Regierung um Enda Kenny ein „Ja“ zum Fiskalpakt beim Referendum für unabdinglich hält, spricht die radikale Sinn Féin sich klar für ein „Nein“ aus. Selbst etliche Gewerkschaften hatten sich im Vorfeld auf ein „Nein“ zum Fiskalpakt festgelegt.

Heute sind nun seit 7 Uhr morgens und noch bis 10 Uhr abends die Wahllokale geöffnet. Insgesamt sind 3,1 Millionen Menschen zur Wahl berechtigt – sie mussten sich vorher dafür registrieren lassen. Doch bis in die späten Mittagsstunden war die Wahlbeteiligung eher mau. In Dublin West beispielsweise lag sie bei nur 5,7 Prozent und in Dublin South bei 8,5 Prozent – in anderen Wahlkreisen sogar bei unter fünf Prozent. Die Angestellten in den Wahllokalen sagten der Irish Times, das schlechte Wetter und die Tatsache, dass nur das Referendum zur Abstimmung stehe, seien der Grund für die niedrige Wahlbeteiligung. Derzeit liegt die Beteiligung in vielen Regionen bei unter 20 Prozent.

Am Freitagmorgen um 9 Uhr soll mit der Auszählung begonnen werden. Ergebnisse werden jedoch erst in den späten Nachmittagstunden erwartet. Es wird jedoch mit einem „Ja“ zum Referendum gerechnet.

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