Zwang zur Altersvorsorge: 80.000 Selbstständige gegen von der Leyen

Die Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen will Selbstständige zur Altersvorsorge zwingen. Dagegen wehren sich vor allem junge Unternehmer und Selbstständige. Mit einer Onlinepetition versuchen sie den Widerstand gegen die geplante verpflichtende Vorsorge mobil zu machen.

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Mehr als 80.000 Unterstützer hat die Petition gegen die geplante Vorsorgepflicht für Selbstständige bereits. Viele Selbstständige befürchten, die Pflicht zur Altersvorsorge könnte sie in ihrer Existenz gefährden. Arbeitsministerin Ursula von der Leyen möchte alle Selbstständigen zwingen, eine Altersvorsorge abzuschließen.

Gerade in den ersten Jahren nach der Gründung eines Unternehmens halten sie eine verpflichtende Abgabe für untragbar. Dem will das Bundesministerium zwar mit Sonderregelungen für Neugründungen entgegenkommen, dennoch ist die Notwendigkeit eine Vorsorgepflicht umstritten.

Rentenforscher gehen davon aus, dass derzeit nur 10 Prozent der Selbstständigen nicht ausreichend vorsorgen. Die Berechtigung einer Zwangsabgabe scheint mehr als fraglich.

Die Befürchtungen, viele Unternehmen könnten eine Vorsorgepflicht nicht überleben, scheint berechtigt: „Wenn diese Pflicht zur Vorsorge kommt, werden Unternehmen die nicht genügend Einkommen erzielen, um die nötige Altersvorsorge zu betreiben erst gar nicht gegründet, oder verschwinden vom Markt,“ sagt Martin Gasche vom Forschungsinstitut Ökonomie und Demographischer Wandel (MEA) den Deutschen Wirtschafts Nachrichten.

Fraglich ist auch, wie die tatsächliche Umsetzung einer Vorsorgepflicht aussehen soll. Die Kontrolle, ob Selbstständige ausreichend vorsorgen, ist aufwändig und würde einen enormen Verwaltungsaufwand erzeugen.

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