Überraschung: George Soros hat in großem Stil Gold gekauft

Langsam versteht man, warum George Soros ein gewisses Interesse an einem Crash haben könnte: Er hat, wie die Zentralbanken der Welt auch, den niedrigen Goldpreis genutzt und seine Bestände gewaltig aufgestockt.

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Nach dem Rekordwert von 1921 Dollar je Unze erreichte Gold im vergangenen September seinen Höchstwert. Doch war der Goldpreis trotz der anhaltend schlechten Nachrichten aus Europa und den negativen Zahlen von der US-Wirtschaft kontinuierlich gefallen und schien seine Wirkung als Krisenwährung verloren zu haben. Und dass, obwohl Banken wie Goldman Sachs, Morgan Stanley und Barclays Plc ihren Anlegern rieten, beim Gold stärker einzusteigen. Seit Herbst 2011 sank der Goldpreis um 20 Prozent und allein im Mai dieses Jahres um sechs Prozent.

Durch den schwachen Eurokurs erhöhte sich der Dollarkurs. Da Gold primär in Dollar gehandelt wird, wurde das Metall mit steigendem Dollarkurs für Anleger außerhalb der USA unattraktiver. Darüber hinaus bediente Gold in der derzeitig so unsicheren Zeit nicht das Interesse der Anleger, schnell über Liquidität verfügen zu können. Kurzfristige deutsche und amerikanische Anleihen sahen viele Anleger in den vergangenen Wochen als attraktiver an.

Doch nun hat überraschender Weise der Milliardär George Soros in großem Umfang in Gold investiert. Soros Fund Management LLC verdreifachte im ersten Quartal seine Investitionen in den mit Gold hinterlegten SPDR Gold Trust. Der Fonds hält nun 319.550 Anteile dieser Art zu einem geschätzten Wert von 50,2 Millionen Dollar. Mit dieser Aktion untermauert Soros seine aktuellen Untergangs-Prophetien – und hat zugleich ein Interesse daran, dass diese wahr werden, weil sich sein Investment in Gold bei einem Crash vervielfachen könnte.

Die Bank of America beharrt darauf, dass der Goldpreis in diesem Jahr noch über 2000 Dollar steigen werde. Wie andere Banken geht das Geldinstitut davon aus, dass die Preise für Gold wieder steigen werden, da eine erneute Lockerung der Geldpolitik von Seiten der Fed erwartet wird (man erwartet zur Rettung neue Dollar Swaps – hier). „Gold bleibt die Währung der letzten Instanz“, sagt Jeff Currie von Goldman. „Die Argumente für höhere Goldpreise bleiben intakt.“ Als die Fed im Juni 2011 ihre Geldpolitik änderte und Anleihen im Wert von 2,3 Billionen Dollar kaufte, erhöhte sich der Goldpreis drastisch.

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