IWF-Bericht: Spanien braucht bis zu 80 Milliarden für Banken

In seinem Bericht über Spanien und den angeschlagenen Bankensektor geht der IWF davon aus, dass das Land zwischen 40 und 80 Milliarden Euro benötigen würde, um die Banken zu rekapitalisieren. Die spanische Regierung will erst in zwei Wochen über ein weiteres Vorgehen entscheiden.

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Die Investoren an den Finanzmärkten schauen weiter auf die dramatische Situation der Banken und die EU berät bereits über Geheimpläne zur Rettung der Banken (mehr hier). Der IWF hat in seinem neuen, noch nicht veröffentlichten Bericht zu Spanien zwei Szenarien für die spanischen Banken durchgespielt, berichtete eine nicht genannte Quelle der ABC, die den Bericht vorab gesehen hat.

Demnach wäre im ersten Szenario eine Summe von 40 Milliarden Euro notwendig, um den Refinanzierungsbedarf der zehn angeschlagenen Banken zu decken. In dieser Summe wäre auch der Bailout für die verstaatlichte Bankia, den der IWF mit 23 Milliarden Euro beziffert, enthalten. Im zweiten Szenario spricht der IWF-Bericht sogar von 80 Milliarden Euro. Diese Schätzung beruhe auf der Maßgabe, dass eine schwere Rezession die Rettung des gesamten spanischen Bankensektors zur Folge hätte. Die Quelle verwies jedoch darauf, dass die zweite Summe sich auf ein Alptraum-Szenario bezöge und als „unwirklich“ gelte.

Die spanischen Behörden wollen in den kommenden zwei Wochen darüber entscheiden, wie die angeschlagenen Banken rekapitalisiert werden können. Am Dienstag sagte der spanische Finanzminister Cristobal Montoro Romero, dass für die Banken keine „übermäßigen“ Beträge zur Rekapitalisierung notwendig seien, und bat die EU um Hilfe (mehr hier).

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