Mitten in der Krise: Chef der Schuldenagentur des Bundes tritt überraschend zurück

Noch vor Auslaufen seines Vertrages Ende 2013 ist der Geschäftsführer der Deutschen Finanzagentur zurückgetreten. Ob sein Rücktritt etwas mit der Situation in der Eurozone und dem Privatgeschäft der Agentur zu tun habe ist unklar. Carl Heinz Daube selbst gab an, aus „ausschließlich familiären Gründen“ zu gehen.

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„Ich habe um vorzeitige Auflösung meines bis zum 31. Dezember 2013 laufenden Vertrages gebeten“, sagte der Geschäftsführer der deutschen Finanzagentur, Carl Heinz Daube. „Die Bitte um Auflösung des Vertrages hat ausschließlich familiäre Gründe“, ergänzte er. Die Deutsche Finanzagentur regelt das Liquiditäts- und Schuldenmanagement des Bundes. Derzeit hat der Bund ausstehende Bundeswertpapiere im Umfang von mehr als 1,1 Billionen Euro.

Trotz seiner Betonung, aus familiären Gründen zu gehen, mehren sich die Spekulationen, ob sein Rücktritt etwas mit der sich massiv verschlechternden Situation in der Eurozone zu tun habe oder im Zusammenhang mit dem Veränderungen im Privatkundengeschäft stehe. Die Aktivitäten des Bundes im Privatkundengeschäft wurden vom Bundesfinanzministerium einer Prüfung unterzogen, die darüber entscheiden könnte, ob und falls ja, wie das Privatkundengeschäft fortgeführt werden sollte.

Die Nachfolge Carl Heinz Daubes soll noch nicht geregelt sein.

 

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