#stopmerkel: Spanier protestieren auf Twitter gegen Merkel

Ein Flashmob hat sich auf Twitter gegen Angela Merkel erhoben: Unter dem Kürzel #stopmerkel verleihen Spanier im Sekundentakt ihrem Unmut gegen die Bundeskanzlerin Ausdruck.

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#stopmerkel: Twitter-Flashmob gegen Angela Merkel.

#stopmerkel: Twitter-Flashmob gegen Angela Merkel.

„Hitler in Gestalt einer Frau“: Das ist nur eine der vielen Anmerkungen, die den Spaniern zur deutschen Bundeskanzlerin einfallen. Man sieht Bilder von Merkel mit dem Hitlergruß, dann liest man: Merkel, dominatrix de Europa. Was in Griechenland den Medien vorbehalten war, haben die Spanier basisdemokratisch umgesetzt. Ein ziemlich beispielloses Deutschland-Bashing. Unter dem Zeichen #stopmerkel hat sich auf Twitter ein Sturm des Protestes gegen Angela Merkel erhoben. Was mit den tausenden emotionalen Wortmeldungen bezweckt wird, ist allerdings unklar. Enige Nutzer schreiben, dass Merkel Spanien zu einem Dritte-Welt-Land machen wollen, andere beschränken sich auf allgemeine Beschimpfungen.

Auch in anderen Ländern läuft die Kampagne, die deutschen User haben sich dem Protest angeschlossen – viele von ihnen kommen allerdings aus den Parteizentralen.

Der Protest geht an der Sache vorbei: Die Spanier sollten lieber mit derselben Vehemenz gegen ihr eigenen System protestieren: Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Korruption bei der Bankia. Politiker aller Parteien sind in den Skandal verwickelt. Die wahre Ursache für den Bankia-Crash ist die unsittliche Verflechtung von Politik und Finanzwirtschaft in Spanien, wo kaum noch auszumachen ist, wer wem welchen Posten warum zugeschoben hat.

Der Blog Zerohedge kommentiert die Aktion der etwas hilflos wirkenden Erregten süffisant: Wenn die Spanier erst erkennen, welch verheerende Folgen eine abgewertete Peseta haben wird, sollte sich der Flashmob ganz bald unter dem Slogan #merkelgive neu gruppieren.

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