Euro-Krise: Gewinneinbrüche in der Luftfahrtindustrie

Europäische Fluggesellschaften haben bereits Gewinnrückgänge verbuchen müssen und das Geschäftsfeld werde sich für diese weiter verschlechtern, so der internationale Branchenverband. Außerdem könnte die EU-Klimaschutz-Abgabe einen Handelskrieg zur Folge haben.

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Die Situation der europäischen Fluggesellschaften ist alles andere als gut. „Für europäische Fluggesellschaften verschlechtert sich das Geschäftsumfeld rapide, was zu großen Verlusten führt“, so der internationale Branchenverband IATA anlässlich seines Jahrestreffens am Montag in Peking. Die Luftfahrtindustrie müsse sich auf eine Verschärfung der europäischen Schuldenkrise einstellen. Während sich die Gewinnaussichten für Fluggesellschaften in Nord- und Südamerika verbessern, werden die Aussichten in Europa immer schlechter.

Viele Zulieferer-Unternehmen leiden zudem unter mangelnder Kreditvergabe durch die europäischen Banken und sorgen so auch noch für Verzögerungen in der Luftfahrtindustrie (mehr hier). Nach Gewinnen von 15,8 Milliarden Dollar im Jahr 2010 und immerhin noch 7,9 Milliarden Dollar 2011 müsse die Gesamtbrache in diesem Jahr mit einem Gewinneinbruch rechnen. Der Branchenverband geht von einem Gewinn in Höhe von nur mehr drei Milliarden Dollar aus .

Doch die EU und die Eurozone standen nicht nur aufgrund der Schuldenkrise im Fokus des Jahrestreffens. Der Generaldirektor Tony Tyler warnte vor einem Handelskrieg, ausgelöst durch die EU-Klimaschutz-Abgabe für Fluglinien. Niemand werde aus einem solchen Krieg als Gewinner hervorgehen. Besonders China, die USA und Indien wehren sich gegen die neue Abgabe. Um Europa anzufliegen zu können, müssen die nun Fluglinien CO2-Rechte besitzen. 85 Prozent davon werden kostenlos von den EU-Staaten zugeteilt, weitere müssen dann über die Börse gekauft werden. Europa müsse die Situation entschärfen und einen tragfähigen Lösungsvorschlag machen, so Tony Tyler.

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