Angst vor Ansteckung: Zinsen italienischer Papiere auf 6-Monats-Hoch

Mario Monti kann die Investoren nicht beruhigen: Bei der heutigen Auktion von einjährigen Staatsanleihen ist die Rendite deutlich gestiegen – die Nachfrage ging hingegen zurück.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Es ist keine einfache Zeit für Mario Monti. Ganz gleich, welche Reformen er in den vergangenen Monaten auf den Weg gebracht hat, die Finanzmärkte haben ihr Augenmerk wieder auf Italien gerichtet. Nach dem Banken-Bailout für Spanien erwarten viele, dass auch Italien ein Rettungspaket benötigen wird (hier). Die Ratingagentur Egan Jones rechnet damit bereits in sechs Monaten (hier).

Die Reformbemühungen Mario Montis haben sich im Hinblick auf die Finanzmärkte nicht ausgezahlt (Foto: EU Consilium)

Die Reformbemühungen Mario Montis haben sich im Hinblick auf die Finanzmärkte nicht ausgezahlt (Foto: EU Consilium)

Entsprechend war die Reaktion der Investoren bei der heutigen Auktion von einjährigen Staatsanleihen. Die Rendite steig hier von 2,34 Prozent auf 3,972 Prozent – ein 6-Monats-Hoch. Das ist ein deutlicher Anstieg (die durchschnittlichen Zinssätze für zehnjährige Anleihen sind bereits am Dienstag in die Höhe geschossen – hier).

Die Auktion zeigte zudem eine sinkende Nachfrage nach italienischen Papieren. Die Auktion der Bonds war nur mehr 1,73-fach überzeichnet. Ein noch eindeutigerer Test wird für Donnerstag erwartet. Dann will das Land langfristige Anleihen im Wert von 4,5 Milliarden Euro emittieren.

*** Bestellen Sie den täglichen Newsletter der Deutschen Wirtschafts Nachrichten: Die wichtigsten aktuellen News und die exklusiven Stories bereits am frühen Morgen. Verschaffen Sie sich einen Informations-Vorsprung. Anmeldung zum Gratis-Newsletter hier. ***


media-fastclick media-fastclick