Investoren werden nervöser: Auktion bringt höhere Zinsen für deutsche Bonds

An den Finanzmärkten scheint die Skepsis über eine Lösung der Schuldenkrise mittlerweile auch die Sicherheit der deutschen Staatsanleihen in Frage zu stellen. Die Rendite für langfristige Anleihen kletterte bei der heutigen Auktion nach oben.

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Spanien, Griechenland und womöglich  auch bald Italien – die negativen Prognosen für die Peripherieländer der Eurozone haben in den vergangenen Tagen merklich zugenommen – selbst die Notwendigkeit für ein Bailout Italiens wird immer häufiger ins Auge gefasst. Die Ratingagentur Egan-Jones rechnet damit bereits in sechs Monaten (mehr hier). Aus diesem Grund ziehen sich etliche Investoren aus den Anleihen der Peripherieländer zurück (hier) und erste Zweifel an der Annahme, dass Deutschland ein sicherer Hafen sei, kommen auf. Die Zuspitzung der Schuldenkrise gefährdet das Tripple A des Landes (hier).

Dass die Investoren sich langsam auch aus deutschen Anleihen zurückziehen, konnte man bereits am Dienstag sehen, als Bonds mit unterschiedlicher Laufzeit wieder zu steigen begannen, nachdem sie zuletzt Tiefstwerte erreicht hatten (hier). Bei der heutigen Auktion von zehnjährigen, deutschen Anleihen stieg denn auch die Rendite von 1,47 Prozent auf 1,52 Prozent. Die Auktion Nachfrage nach den Anleihen im Wert von 4,042 Milliarden Euro war geringer als bei einer ähnlichen Auktion zuvor.

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