Märkte glauben Monti nicht mehr: Zinsen für Italo-Bonds schießen nach oben

Der italienische Premier Mario Monti kann den Finanzmärkten bei der Beurteilung Italiens nur mehr tatenlos zusehen: Die Rendite für dreijährige Bonds stieg bei der heutigen Auktion um 1,4 Prozentpunkte – der höchste Wert seit Dezember.

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Bereits am Mittwoch zeichnete sich ab, dass Italien heute erheblich höhere Zinsen für seine Staatsanleihen zahlen müsste. Schon bei der Auktion kurzfristiger Bonds hatten die Zinssätze deutlich zugelegt (hier). Die Finanzmärkte beäugen Italien sehr intensiv, seit sich die Situation in Spanien zuspitzt.

Die drittgrößte Wirtschaft in der Eurozone wird in engem Zusammenhang mit Spanien gesehen – die Reformbemühungen des italienischen Premiers und die sich doch deutlich unterscheidende Ausgangslage Italiens scheinen hier kaum ausschlaggebend. So oder so wird Italien als nächster Wackelkandidat angesehen (mehr hier) und die Rendite für die Bonds spiegelt dies wieder.

Bei der heutigen Auktion von dreijährigen Bonds erhöhte sich der Zinssatz um 1,4 Prozent auf 5,3 Prozent – den höchsten Wert seit Dezember vergangenen Jahres. Bei einer ähnlichen Auktion Mitte Mai zahlte Italien nur 3,91 Prozent Rendite. Steigende Zinssätze gab es zudem auch bei den emittierten Anleihen mit einer Laufzeit bis 2019. Hier kletterte die Rendite von 5,21 Prozent auf 6,1 Prozent.

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