Großbritannien vor Rezession: Exporte brechen ein

Der Beschluss Großbritanniens, den nationalen Banken eine Finanzspritze von 100 Milliarden Euro zu geben, hätte nicht später kommen dürfen. Die Exporte sanken im April stark und die Rezession wird sich vertiefen. Aber das neue Geld der Banken wird wohl nicht in der Wirtschaft ankommen.

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Zum Ende vergangenen Jahres rutschte die britische Wirtschaft in eine Rezession und wie die Daten des Nationalen Statistikamtes zeigen, erhöht sich die Gefahr eines wirtschaftlichen Abschwungs auch im dritten Quartal erheblich. Das Defizit im Warenhandel wuchs im April auf 5,2 Milliarden Pfund. 4,2 Milliarden Pfund waren es noch einen Monat zuvor. Ausschlaggebend waren hier die äußerst schlechten Exporte der britischen Unternehmen. Die Exporte außerhalb der EU sanken um neun Prozent und die Warenlieferungen in die Eurozone verringerten sich um 6,5 Prozent im April. „Die Zahlen sehen im weitesten Sinne verheerend aus“, sagt David Tinsley, Volkswirt der BNP Paribas. Die Unternehmen spüren dies bereits. Die Produktion im Bausektor fiel um 8,5 Prozent.

Erst am Donnerstag hatten der britische Schatzkanzler und die Regierung beschlossen, die heimischen Banken mit einer Geldspritze in Höhe von 100 Milliarden Euro zu versorgen (hier). Doch angesichts der angespannten Situation im Interbankenmarkt wird das Geld seinen Weg vermutlich nicht in die Wirtschaft des Landes finden. Von den zwei 3-Jahres-Tendern der EZB ist bisher ebenfalls nichts Bemerkenswertes in der Privatwirtschaft angekommen. Und der erste Tender wurde hier bereits im Dezember vergangenen Jahres ausgegeben.

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