Griechenland: Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Samaras und Tsipras

Nach ersten Prognosen scheint es am Sonntag zwischen der konservativen Nea Dimokratia und der linkgerichteten Syriza zu keiner klaren Mehrheit zu kommen. Die rechtsradikale Chrysi Avgi käme jedoch erneut ins Parlament.

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Nachdem um 18 Uhr die Wahllokale in Griechenland geschlossen haben, gibt es erste Prognosen auf Grundlage von Wählerbefragungen. Die konservative Nea Dimokratia und die linksradikale Partei Syriza liegen nahezu gleich auf. Die Nea Dimokratia könnte demnach mit 27,5 bis 30,5 Prozent rechnen, die Syriza mit 27 bis 30 Prozent.

Abgeschlagen dagegen die Partei um den ehemaligen Finanzminister Evangelos Venizelos, die Pasok, die lediglich zehn bis zwölf Prozent erreichen würde. Die rechtsradikale Chrysi Avgi Partei könnte mit sechs bis 7,5 Prozent erneut ins griechische Parlament einziehen. Um 19.30 Uhr wird mit ersten aussagekräftigen Hochrechnungen gerechnet.

Die Wahl in Griechenland könnte über die Zukunft des Landes im Euro entscheiden. Syriza-Chef Alexis Tsipras hat bereits angekündigt, das Sparpaket aufkündigen zu wollen. Die Angst vieler Griechen vor einem Austritt aus dem Euro hat in den vergangenen Wochen zu einer regelrechten Kapitalflucht geführt – etliche internationale Banken haben bereits Sonderschichten eingelegt, um sich auf einen Bank-Run vorzubereiten (mehr hier). In EU- und Finanzkreisen wird für den Fall, dass es in Griechenland nach den Wahlen und trotz der zusätzlichen 50 Parlamentssitze, die die stärkste Partei erhalten wird, zu keiner wirklichen Regierung kommen sollte, bereits über eine erneute Technokraten-Regierung diskutiert (hier).

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