Dänemark: Zentralbank warnt vor zu starker Krone

Ähnlich wie der Schweizer Franken wird auch die dänische Krone zunehmend stärker von Investoren als sicheren Hafen erachtet. Der Chef der dänischen Notenbank hat Bedenken, dass der Druck sich erhöhen wird. Selbst ein negativer Leitzins sei als Mittel nicht mehr ausgeschlossen.

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Am 24. Mai hat die dänische Zentralbank bereits den unglaublich niedrigen Leitzins von 0,7 Prozent auf 0,6 Prozent herunter gesetzt. Doch die Verschärfung der Schuldenkrise drängt immer mehr Investoren in die dänische Krone. Die strenge Fiskalpolitik und das Tripple A machen die Währung der Dänen äußerst attraktiv. Nun hat der Chef der Zentralbank davor gewarnt, dass die Krone unter starken Druck von Seiten der Investoren steht und Wetten gegen die Anbindung der Krone an den Euro zunehmen werden.

Die EZB und die dänische Zentralbank haben vereinbart, dass die Krone nicht mehr als 2,25 Prozent nach oben oder unten um den Kurs von 7,46038 Kronen je Euro schwanken soll. Der Aufwertungsdruck sei der heftigste in den vergangenen sieben Jahren, so Nils Bernstein, der Gouverneur der dänischen Zentralbank. Der Leitzins könnte ins Negative gehen, wenn das Problem weiterhin bestehe, fügte er hinzu.

Zur Verteidigung des Wechselkurses der Krone hat die dänische Zentralbank im vergangenen Monat deutlich mehr ausgegeben und seine Reserven von 200 Milliarden Drk im Jahr 2008 auf aktuell 500 Milliarden Drk erhöht. Die Aufwertung der Krone macht es schwer, die Anbindung an den Euro zu halten und schädigt insbesondere die exportabhängigen Unternehmen des Landes.

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