Druck auf Spanien wächst: Investoren verlangen sehr hohe Zinsen

Bei der heutigen Auktion ist die Rendite für kurzfristige, spanische Anleihen deutlich gestiegen. Der Markt hat immer weniger Geld und viele Investoren erwarten eine Abwärtsspirale im Falle Spaniens. Dänemark bekam hingegen für seine Bonds sogar etwas zurück – die Zinssätze gingen ins Negative.

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Angesichts der durchschnittlichen Rendite, die bereits am Montag für zehnjährige, spanische Anleihen erreicht wurde (hier) und des heute erreichten Spitzenwert von 7,3 Prozent, war bereits mit steigenden Zinssätzen für die kurzfristigen Anleihen, die Spanien heute emittieren wollte, gerechnet worden.

Spanien verkaufte 12-monatige Bills im Wert von 2,4 Milliarden Euro für eine Rendite von 5,074 Prozent. 2,985 Prozent musste das Land bei einer früheren Auktion zahlen. Aber auch die Zinssätze für 18-monatge Bills im Wert von 640 Millionen Euro stiegen von 3,302 auf 5,107 Prozent. „Der heftige Anstieg der spanischen Refinanzierungskosten verdeutlicht, dass die Zeit für die globale Führungsriege ausläuft, um eine Lösung für die europäische Schuldenkrise zu finden“, sagte Währungsstratege Michyoshi Kato von der Mizuho Corporate Bank in Tokio. Ähnlich sieht es Nicholas Spiro von Sovereign Strategy: „Der Markt ist effektiv gebrochen und braucht dringend Liquidität“. Spaniens Staatsschulden-Markt sei eine Abwärtsspirale.

Die Rendite für spanische Anleihen wird weiter zunehmen. Mit Italien kommt nun ein weiterer Unsicherheitsfaktor in die Kreise der Schuldenkrise, die ausländische Investoren ziehen sich in amerikanische Dollar (hier) oder Staatsanleihen vermeintlich sicherer Häfen zurück und den spanischen Banken geht zunehmend die Liquidität aus, um weitere Anleihen zu kaufen.

Dänemark ist einer dieser sicheren Häfen. Mit einem Tripple A und einer strengen Fiskalpolitik gewinnt das Land zunehmend das Interesse der Investoren. Bei der heutigen Auktion von Staatsanleihen mit einer Laufzeit bis 2014 wurden sogar negative Zinssätze erreicht. Die Rendite sank von 0,31 auf -0,08 Prozent.

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