Armut in Griechenland: Kreta hilft mit 25 Tonnen Obst und Gemüse

Die Arbeitslosigkeit und die Armut betreffen immer mehr Griechen. Als Zeichen der Solidarität wurden von Kreta 25 Tonnen frisches Obst und Gemüse nach Athen geschickt, um sie dort kostenlos zu verteilen. Nach drei Stunden war bereits alles verschenkt.

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Es ist ein Bild, das sich so schnell nicht ändern wird: In einer langen Schlange warteten am Mittwoch seit den frühen Morgenstunden hunderte Griechen im Athener Pedio tou Areo Park. Sie hatten davon gehört, dass kostenloses Obst und Gemüse verteilt werden würde. Rund 25 Tonnen Obst und Gemüse hatten Kretas Produzenten nach Athen geschickt. Ursprünglich sollten die 2.700 Kisten ab zehn Uhr an die Menschen verteilt werden, aber weil der Andrang so stark war, begann die Verteilung bereits früher – innerhalb von drei Stunden war alles weg. Jede der 2.700 Kisten beinhaltete bis zu 12 Kilogramm bester Ware, die rund 13 Euro auf dem herkömmlichen Markt gekostet hätte.

Der große Andrang verdeutlicht, wie schlecht es mittlerweile vielen Griechen geht, nachdem das Land eine Welle von Entlassungen, Rentenkürzungen und Steuererhöhung im Zuge des Bailouts über sich ergehen lassen musste. „Es ist fast zu schön, um wahr zu sein“, sagte ein Moderator eines griechischen Radiosenders einer Korrespondentin des britischen Guardian. Der Leiter des landwirtschaftlichen Verbandes, der die Aktion ins Leben gerufen hatte, nannte es einen „Akt der Solidarität“. „Die Produzenten auf Kreta senden eine Botschaft der Solidarität an die Griechen, die Probleme bewältigen müssen und unsere Produkte nicht mehr kaufen können. Wir haben auch dieselben Probleme und müssen einander helfen“. Der Bürgermeister von Athen, Yiorgos Kaminis sagte, „es gibt keine Worte, um ihnen unseren Dank auszusprechen“.

Hier ein kleiner Ausschnitt von der Auktion


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