­Euro-Rettung: Angela Merkel bleibt auch bei Mini-Gipfel in Rom vage

Angela Merkel hat bei einem Treffen in Rom mit ihren Amtskollegen aus Italien, Spanien und Frankreich einem Wachstumspaket zugestimmt, das 130 Milliarden Euro in die Wirtschaft der Eurozone pumpen soll.

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Angela Merkel blieb auch beim Mini-Gipfel mit Mariano Rajoy, Mario Monti und François Holland am Freitag in Rom unverbindlich bei der Frage, wie den in Bedrängnis geratenen Südstaaten Europas in der Staatsschuldenkrise geholfen werden solle.

Die Beschlüsse hatten eher deklaratorischen Charakter: Deutschland, Italien, Spanien und Frankreich haben sich auf ein Wachstumspaket von 130 Milliarden Euro geeinigt. Auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der spanische Premier Mariano Rajoy stimmten dem Plan zu, 1 Prozent der Wirtschaftsleistung der Eurozone in neue Wachstumsanreize zu investieren.

„Wir brauchen mehr Europa“, sagte Merkel bei der gemeinsamen Pressekonferenz in Rom, nachdem die vier Staatschefs über das weitere Vorgehen gegen die Eurokrise beraten hatten.

Zuvor hatten der französische Präsident François Holland und der italienische Premierminister Mario Monti auf ein Wachstumspaket gedrängt. Woher das Geld für die Anreize kommen wird, ist noch unklar.

Außerdem haben die vier Politiker bekanntgegeben, dass sie für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer sind. Hollande sagte, die Bürger Europas erwarten, dass die Banken an der Rettung Europas beteiligt würden. Die Mehrheit der EU-Staaten lehnt eine solche Steuer jedoch ab, weshalb die Märkte der Absichtserklärung von Rom keine besonders große Bedeutung beimessen.

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