Griechenland: Apotheken stehen vor dem Bankrott

Die griechischen Apotheken warten seit Monaten auf Geld von den staatlichen Krankenkassen. Mehr als 1000 Apotheken allein in Attika stehen kurz vor dem Bankrott. Der Umsatz in dieser Region ging seit Jahresbeginn drastisch zurück.

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Das griechische Gesundheitssystem ist stark angeschlagen. Den Krankenhäusern gehen die Grundausstattung wie Binden, Ampullen und OP-Handschuhe aus und die Apotheken verfügen nicht mehr über wichtige Medikamente. Mehr als 1.000 Apotheken in der bevölkerungsreichsten Region Attika stehen derzeit vor dem Bankrott, weil die Krankenkassen und Sozialversicherungen nicht bezahlen. 100 Apotheken in Attika sind bereits geschlossen worden. Seit Beginn des Jahres ist zudem der monatliche Umsatz in den Apotheken in Attika um 25 bis 30 Prozent auf 95 Millionen Euro gesunken. Im vergangenen Jahr lag der Umsatz bei 120 Millionen Euro im Monat.

Viele Apotheken in Griechenland geben Medikamente nicht mehr auf Kredit heraus, da die Sozialversicherungen und staatlichen Krankenkassen ihre Schulden gegenüber den Apotheken nicht zahlen. Die Pharmakonzerne spüren die Not der griechischen Apotheken ebenfalls. So will beispielsweise der Pharmakonzern Biotest, der sich auf Blutplasmaprodukte spezialisiert hat, wegen unbezahlter Rechnungen in Millionenhöhe seine Lieferungen nach Griechenland einstellen.

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